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Northeim Ideen sammeln für die Zukunft
Die Region Northeim Ideen sammeln für die Zukunft
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20:08 31.01.2018
Das Jahr 2030 in der Gemeinde Katlenburg-Lindau – noch sind das vor allem viele auf Karteikarten festgehaltene Ideen. Quelle: Foto: Heller
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Katlenburg-Lindau

Macher-Atmosphäre in der Mehrzweckhalle: Etwa 80 Besucher drängen sich an Gruppentischen, vor ihnen Karteikarten und Projektskizzen. Die Gespräche kreisen um Mehrgenerationenhäuser, Nachbarschaftshilfe, Leerstand und vieles mehr. „Manche wollten gar nicht aufhören“, wird Tanja Frahm nach der knapp vierstündigen Veranstaltung sagen.

Frahm begleitet für das Planungsbüro „Kommunikative Stadt- und Regionalentwicklung“ (KoRis) die Erstellung des Dorfentwicklungsplans. Bis zum Sommer soll dieser stehen, doch bis dahin müssen konkrete Maßnahmen entwickelt werden – einerseits für die einzelnen Ortschaften, andererseits für die gesamte Gemeinde.

Pläne für Letztere standen am Mittwoch im Vordergrund: Zu den Themen Landschaft und Erholung, Innenentwicklung und Wohnen, Versorgung und Mobilität sowie Dorfleben und Kultur konnten die Besucher im ersten Teil des Abends Zielvorstellungen entwickeln.

In der Praxis bedeutete das, dass die Kleingruppen Pinnwände mit Karteikarten füllten – jeweils mit ihren Vorstellungen vom Jahr 2030 in der Gemeinde Katlenburg-Lindau: „Bessere öffentliche Verkehrsmittel“, „Mehr Grün in den Orten“, „Keine Windräder“, „Weniger Leerstand“ oder „mehr Pflegeplätze“ waren dabei einige der Ziele. Auch Wünsche nach Radwanderwegen, Kanu-Routen und Dorfcafés wurden so geäußert.

Die so gesammelten Ansätze sollen künftig in die Arbeit der Koordinierungsgruppe der Dorfregion einfließen. Dort entwickeln unter anderem Vertreter der Kommunalpolitik, von Wirtschaftsverbänden und Sozialträgern gemeinsam Ansätze, um den Vorstellungen gerecht zu werden. „Wir fassen das zusammen und das ist eine Grundlage unserer Arbeit“, so Frahm vom Planungsbüro KoRis.

Genauso wichtig sind ihr die Projektideen, die im zweiten Teil des Abends weiterentwickelt wurden. Denn aus manchen Vorschlägen ließen sich konkrete Handlungsvorschläge ableiten.

Vermittlungsbörse für Nachbarschaftshilfe

So beschäftigten sich die Bürger in Kleingruppen unter anderem damit, wie sie eine Vermittlungsbörse für Nachbarschaftshilfe aufbauen könnten – und vor allem, wen sie in den einzelnen Orten als Koordinatoren dafür einspannen könnten. „Dafür brauchen wir nur ein paar Leute, das kostet ja nicht viel“, sagte eine der Initiatorinnen.

Andere Projektgruppen arbeiteten aus, wie in der Gemeinde Katlenburg-Lindau beispielsweise ein Mehrgenerationenhaus entstehen könnte – und gingen dabei ins Detail. Unter anderem beschäftigten sie sich damit, wie ein Standort für ein solches Projekt gefunden werden kann, wer als Träger in Frage kommt und wie groß es ausfallen müsste. „So etwas würde natürlich mehrere Jahre dauern“, sagte Frahm, der zufolge die Mittel aus dem Dorfentwicklungsprogramm für solche Vorhaben in Frage kämen.

Für etwa zehn Projekte fanden sich im Anschluss Ehrenamtliche, die die Ideen weiterverfolgen wollen. „So großes Engagement, das finde ich positiv“, befand Gemeindebürgermeister Uwe Ahrens (parteilos).

Er hofft auf ein vergleichbares Maß an Beteiligung auch bei den künftigen Terminen. Im Februar stehen unter anderem mehrere Sitzungen der sogenannten Dorf-Arbeitsgruppen an. Dann sollen in Berka, Elvershausen, Gillersheim, Katlenburg und Lindau konkrete Vorschläge für die Orte gesammelt werden.

Von Christoph Höland

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