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Osterode Süße Spielgefährten
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00:19 23.09.2017
Der Enkel von Christine Mügge, der zweijährige Marlon, spielt sehr gerne mit dem jungen Nachwuchs der Zwergziegenmütter. Quelle: Niemann
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Gittelde

Pepper, Paula, Patty, Heidi, Hannah, Martha, Mila und Marie heißen die acht Zwergziegen, die für Radfahrer und Spaziergänger auf dem Weg von der Langen Straße in Gittelde in Richtung Feldmark oder zum Freizeitgelände des Harzklubs zu einer kleinen Attraktion geworden sind. Was auf den ersten Blick vielleicht aussieht wie ein Streichelzoo sind neben Pferden, Kaninchen und einem Hund sozusagen die Haustiere der Familien Mügge und Fanger.

Pflegeleichte Tiere

Auch wenn die Ziegen natürlich mit den dazugehörigen Hörnern ausgestattet seien, seien die Tiere sehr lieb und wegen ihrer kleinen Größe auch schön für Kinder, sagt die Besitzerin Christine Mügge. Alles, was die Tiere brauchen, sei genügend Platz, Möglichkeiten zum Klettern und das passende Futter. Ansonsten seien sie pflegeleicht. Die Zwergziegen seien sehr einfach zu halten, da sie unter anderem als Futter Zweige, Büsche, Blätter und ab und zu mal einen Ballen Heu bevorzugen würden. Gras, Löwenzahn und Klee stehen nicht auf der Liste der beliebtesten Menüs. „Wer glaubt, man brauche nicht mehr Rasenmähen, der irrt“, sagt Mügge lachend. Ein besonderes Leckerli zwischendurch, wie etwa Haferflocken, seien aber gerne gesehen. Ab und zu müssten auch die Klauen geschnitten werden.

Vor 13 Jahren habe sie mit der Haltung der Zwergziegen angefangen, erzählt Mügge. Zu ihrem 40. Geburtstag habe sie die ersten Zwergziegen geschenkt bekommen. Seitdem sind die Tiere zu ihrem Hobby geworden: Sie werden nicht gemolken und auch nicht geschlachtet – weil sie ein Teil der Familie sind.

Die Zwergziege

Die Zwergziege stammt ursprünglich aus Afrika. Dort wird sie auch Baumziege genannt, weil sie ein geschickter Kletterer ist und sich von Blättern und Früchten ernährt. Zwergziegen werden etwa 42 bis 45 Zentimeter groß und wiegen zwischen 15 und 18 Kilogramm. Sowohl die Böcke als auch die weiblichen Zwergziegen haben Hörner, die sie jedoch nicht als Waffe verwenden, sondern als Werkzeug. Je nach Rasse haben sie kurzes oder langes Fell, das weiß, schwarz, braun, grau oder gescheckt sein kann. Zwergziegen sind Herdentiere und sollten mindestens zu zweit gehalten werden. In Deutschland sieht man Zwergziegen häufig in Streichelzoos, da sie sehr zutraulich sind.

Vor kurzem gab es gleich fünfmal Nachwuchs bei den Zwergziegen, worüber sich besonders der zweijährige Marlon, der Enkel von Christine Mügge, freut und keinerlei Scheu vor den lebhaften Tieren hat. „Gerade die jungen Ziegen legen die pure Lebensfreude an den Tag“, so Mügge „sie erkunden noch ganz tollpatschig das Gelände und üben sich auch schon im Bocksprung, was ganz besonders niedlich anzusehen ist“.

Einen Ziegenbock haben sie nicht. Diese würden sehr streng riechen und irgendwann auch anfangen, stark zu buffen. Außerdem seien weibliche Ziegen unter sich verträglicher, betont die Mutter von Christine Mügge, Rita Fanger, augenzwinkernd. Ab und zu geht Rita Fanger mit den Zwergziegen auch spazieren, allerdings nur in der Feldmark. „Die Ortschaft ist dafür nicht geeignet“, sagt Mügge „wenn jemand Geranien vor seinem Haus hat, der könnte sich gleich von ihnen verabschieden“. Immer dabei hat Fanger ihre Pfeife, denn auch wenn die Tiere eigentlich sowieso nicht von ihrer Seite weichen würden, im Zweifelsfall hörten sie auf den Pfiff.

Bei Regen geht’s in den Stall

Im Winter halten sich die Tiere in dem selbst gebauten Stall auf. Den würden sie im Winter auch brauchen, sagt Mügge. Zwar bekämen die Ziegen ebenso wie Schafe eine dicke Unterwolle, was sie widerstandsfähig gegenüber Kälte mache, aber Zugluft und Nässe könnten sie nicht gut vertragen. „So robust die Ziegen auch sind, da braucht es nur leicht zu nieseln, dann wird sich schon beschwert und sofort der Heimweg eingeschlagen“, sagt Rita Fanger lachend.

Von Herma Niemann

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