Menü
Göttinger Tageblatt / Eichsfelder Tageblatt | Ihre Zeitung aus Göttingen
Anmelden
Osterode Landkreis übergibt Rucksäcke für den Notfall
Die Region Osterode Landkreis übergibt Rucksäcke für den Notfall
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
09:14 17.04.2018
Kreisrätin Marlies Dornieden (Zweite von rechts) bei der Übergabe von Rucksäcken an Vertreter von Deutschem Rotem Kreuz, Arbeiter-Samariter-Bund und Johanniter Unfallhilfe. Quelle: Landkreis Göttingen
Osterode

In den Rucksäcken finden Helfer Hilfsmittel wie Taschenmesser, Nähset, Rettungsdecke und Taschenlampe sowie Hygieneartikel wie Feuchttücher, Papierhandtücher, Creme oder auch Windeln und Damenbinden. Daneben sind Verpflegung wie Schokoriegel und Trinktüten enthalten, dazu Buntstifte, Seifenblasen, Skatspiel und ein Teddybär. Die Rucksäcke sind für Erstmaßnahmen konzipiert. Damit sind auch fachdienstfremde Einheiten in der Lage, Menschen zu betreuen, bis spezialisierte Betreuungseinheiten eintreffen. Bei Großlagen könnten diese zudem durch andere Einheiten unterstützt werden.

Praxistauglichkeit während Sturm Friederike bewiesen

„Der Inhalt der Rucksäcke wurde aufgrund von Einsatzerfahrungen zusammengestellt. Sie haben ihre Praxistauglichkeit auch im Landkreis Göttingen bereits bewiesen – bei der Betreuung von Flüchtlingen, nach Evakuierungen bei Wohnhausbränden und zuletzt bei der Betreuung von gestrandeten Bahnreisenden am Bahnhof Göttingen während des Sturm Friederike im Januar“, führt Dornieden aus. Hilfsorganisationen im Gebiet des Altkreises Göttingen wurden 2015 mit den Rucksäcken ausgestattet.

Darüber hinaus wurde auch ein Rucksack für die Notfallnachsorge übergeben. „Hier steht das seelische Wohl der Betroffenen im Vordergrund. Einsatzkräften stehen damit Hilfsmittel zur Verfügung, um Menschen nach traumatischen Ereignissen zu trösten und zu beschäftigen. Insbesondere bei Kindern ist eine schnelle Unterstützung wichtig“, erklärt Dornieden. Entsprechend sei mehr Spielzeug wie Spielzeugautos, Puzzle und Kreisel sowie zusätzliche Verpflegung im Rucksack untergebracht.

Sieben Rucksäcke übergeben

Die Betreuungsrucksäcke wurden übergeben an die Ortsgruppe Bad Lauterberg des Arbeiter-Samariter-Bundes, die BRH-Rettungshundestaffel Osterode/Goslar/Harz, das Deutsche Rote Kreuz mit den Bereitschaften Altes Amt, Neuhof und Osterode am Harz sowie die Johanniter Unfallhilfe Ortsverband Bad Grund. Der Notfallnachsorgerucksack ging an die Johanniter. Zu einem früheren Zeitpunkt hatte die Muslimische Notfallseelsorge Herzberg am Harz bereits einen Notfallnachsorgerucksack erhalten.

Mit der Übergabe der Rucksäcke setzt der Landkreis die Neustrukturierung des Bevölkerungsschutzes fort. Dazu gehören die Überarbeitung von Einsatzplänen, die Neustrukturierung von Einsatzeinheiten, Übungen zu verschiedenen Aspekten des Bevölkerungsschutzes und massive Investitionen in Fahrzeuge und Ausrüstung. „Viele Einsatzkräfte engagieren sich ehrenamtlich. Das unterstützt der Landkreis Göttingen mit professioneller Ausrüstung und hauptamtlichen Know-how. Gemeinsam haben wir es geschafft, uns beim Bevölkerungsschutz exzellent aufzustellen. Darauf sind wir stolz.“

Von kic

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Ein aus dem Harz stammender Luchs hat einen neuen Langstreckenrekord aufgestellt. Vor zwei Jahren hatten Mitarbeiter des Harzer Luchsprojektes in Hörden bei Osterode (Kreis Göttingen) den Luchs mit einer Kastenfalle eingefangen und mit einer orangefarbenen Ohrmarke markiert.

19.04.2018

Wegen der Zahlungsabwicklung ist es in der Nacht zum Sonntag gegen 3.20 Uhr in Osterode zu einer Auseinandersetzung zwischen einem Taxifahrer und seinem Fahrgast gekommen. Nach Polizeiangaben ergriff der Gast den Vollbart des Fahrers und zog fest daran, sodass dieser Schmerzen verspürte.

15.04.2018

In der Nacht zum Sonnabend sind gegen 1.30 Uhr auf dem Marktplatz in Herzberg mehrere Besucher aneinander geraten. Was als verbale Streitigkeit begann, endete laut Polizei mit Pfefferspray und einer körperlichen Auseinandersetzung, bei der eine Person am Kopf leicht verletzt wurde.

15.04.2018