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Osterode Anschubhilfe für Südniedersachsen
Die Region Osterode Anschubhilfe für Südniedersachsen
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18:21 26.11.2018
Mitglieder des Steuerungsauschusses Südniedersachsen, darunter Göttingens Landrat Bernhard Reuter (SPD) (6. v. li.), Martin Rudolph (CDU) (3. v. re.) und Duderstadts Bürgermeister Wolfgang Nolte (CDU). Quelle: r
Goslar

Das Ministerium für Bundes- und Europaangelegenheiten stellt für dieses Jahr für das Südniedersachsen-Programm weitere 250 000 Euro bereit. Das Geld soll vor allem die Digitalisierung voranbringen. Seit dem Start des Programms 2015 wurden bisher 31 Projekte mit 102 Millionen Euro gefördert.

Das sagte Birgit Honé (SPD), Ministerin für Bundes- und Europaangelegenheiten sowie regionale Entwicklung, am Montag im Kreishaus in Goslar. Mit Mitgliedern der Steuerungsgruppe, der Bürgermeister und Landräte angehören, präsentierte sie den Jahresbericht 2018.

Die Ministerin aus Hannover bescheinigte der wirtschaftlich eher schwachbrüstigen Region Südniedersachsen „unglaublich viel Potenzial und Know-how“, das mit dem 2015 aufgelegten Programm gehoben werden solle. „In hervorragender Weise“ sei das schon gelungen.

„Reflexartige“ Kritik

Eine PR-Initiative ohne Effekte für den Arbeitsmarkt, so nannte die CDU das Südniedersachsen-Programm, als sie noch der Opposition angehörte. Die Kritik hallt noch immer nach. Goslars Landrat Thomas Brych (SPD) nannte sie am Montag „reflexartig“. Matthias Wunderling-Weilbier (SPD), Regionalbeauftragter der Landesregierung in Hannover, erinnerte daran, dass der Südniedersachsenplan Bestandteil der Koalitionsvereinbarung mit der CDU sei.

Der Landkreis fühlt sich, wie Brych sagte, dem Großraum Braunschweig zugehörig, er engagiert sich in der länderübergreifenden Ein-Harz-Initiative und nun in Südniedersachsen: Mit den Fördermillionen soll den Kreisen Goslar, Göttingen, Holzminden, Northeim und der Stadt Göttingen geholfen werden. Brych lobte die Zusammenarbeit in höchsten Tönen. Ministerin Honé erklärte, das Programm befinde sich nun in einer Phase, in der es darum gehe, angestoßene Vorhaben zu verstetigen. Schwerpunkt der künftigen Förderung soll die „regionale Digitalisierung“ sein – ein „Megathema der Zukunft“, wie es in einer Mitteilung heißt. Göttingens Landrat Bernhard Reuter (SPD) hat vor allem ein Regionalmarketing im Blick, um zum Beispiel die Abwanderung zu stoppen.

Der Eco-Bus fährt noch

Wie profitiert der Kreis Goslar vom Südniedersachsenplan? Der Eco-Bus, der die Fahrgäste an der Haustür abholt, wird zurzeit in der Region getestet. Das Pilotvorhaben läuft bis März 2019. Dann soll das Max-Planck-Institut Göttingen bis zum Sommer einen Bericht vorlegen. Landrat Brych, aber auch Osterodes Bürgermeister Klaus Becker (parteilos) sagten, mit dem Bus seien Erwartungen geweckt worden, die nicht enttäuscht werden sollten.

Daneben gibt es unter anderem einen Recycling-Innovationsverbund, eine Breitbandinitiative, den Südniedersachsen-Campus, ein „regionales Fachkräftebündnis“ und das „Kreativ-Programm“, das Einrichtungen des Unesco-Welterbes bei der Außendarstellung unterstützt. Landrat Brych erinnerte zudem an ein Projekt, das dem Nationalpark-Besucherzentrum Torfhaus sowie Nationalpark-Partnern helfe. Er lenkte den Blick außerdem auf die Dorfmoderation, die ländliche Entwicklungsprozesse fördere.

Brych lobte nicht nur die einzelnen Projekte: „Von dem Programm geht auch eine spürbare Dynamik aus.“ Das Projektbüro in Göttingen und das Amt für regionale Landesentwicklung in Braunschweig würden dem Landkreis helfen, Fördergeld zu beantragen.

Von Oliver Stade

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