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Osterode Streit über Schülerbeförderung
Die Region Osterode Streit über Schülerbeförderung
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00:17 02.01.2017
Quelle: dpa
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Wiedigshof

Bernd Peisker möchte auch, dass seine Tochter Kaya Kuroczycka sicher und pünktlich zur Schule kommt. Die 13-Jährige geht auf das Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasium in Herzberg. Zweimal täglich muss sie den Zug nutzen, um vom Bahnhof Walkenried in die Welfenstadt und wieder zurück zu gelangen.

Über die Frage, wie seine Tochter vom Wohnort Wiedigshof zum Bahnhof kommt, ist nun ein Streit mit der Kreisverwaltung entstanden. Es fährt kein Bus zum Bahnhof. Aufgrund der Unzuverlässigkeit von Taxiunternehmen, wie die Eltern sagen, haben diese die 13-jährige Kaya in der Vergangenheit selbst mit dem Auto nach Walkenried gefahren. Dafür erhielten sie 15 Euro pro Tag erstattet.

Regelung entspricht nicht Satzung

Die neue Kreisverwaltung sagt allerdings, dass die bisherige Regelung nicht der gültigen Satzung entspreche. „Bislang hat Herr Peisker aufgrund einer Vereinbarung mit dem früheren Landkreis Osterode seine Tochter für einen festgelegten, vergleichsweise hohen Geldbetrag selbst gefahren.

Das könnte er grundsätzlich weiter tun, allerdings für den per Satzung für den Landkreis Göttingen festgelegten – deutlich niedrigeren – Betrag“, so Pressesprecher Ulrich Lottmann.

Er betont, dass aus Sicht des Kreises auch kein Problem mit der Schülerbeförderung bestehe, sondern lediglich eine Sondersituation, die auf zwei Wegen gelöst werden könne: Taxibeförderung oder Transport durch die Eltern.

Bernd Peisker hatte inzwischen angeboten, für 7,50 Euro die Fahrten vorzunehmen, was jedoch der Landkreis mit Verweis auf die Satzung ablehnte. Da man sich nicht einigen konnte, wurde inzwischen ein Taxiunternehmen beauftragt, das die Schülerbeförderung zum Bahnhof gewährleisten soll.

Bernd Peisker will die neue Situation erst einmal beobachten. „Ich halte mich strengstens an die Satzung und werde den Kreis Göttingen für den Transport von Kaya von Wiedigshof bis hin zum Gymnasium in die Pflicht nehmen.“ Sollte es zu Problemen kommen, will er Kaya wieder selber fahren – und dies dann in Rechnung stellen.

Von Thorsten Berthold

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