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Osterode Welfenschloss Herzberg: Sieben Millionen Euro für die Sanierung
Die Region Osterode Welfenschloss Herzberg: Sieben Millionen Euro für die Sanierung
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16:32 28.06.2018
Der Bund fördert die Sanierung des Welfenschlosses Herzberg mit sieben Millionen Euro. Hier eine Gebäudeansicht. Quelle: Mark Haertl
Herzberg

Die Gesamtkosten für die Sanierung belaufen sich auf etwa 19 Millionen Euro. „Nachdem das Land Niedersachsen für den Doppelhaushalt 2017/18 bereits sieben Millionen Euro für die Denkmalpflege des Schlosses bewilligt hat, sorgen wir jetzt für die Komplementärmittel des Bundes“, so Thomas Oppermann und Fritz Güntzler am Donnerstag in einer gemeinsamen Pressemitteilung.

Die beiden Abgeordneten freuen sich sehr über diesen Erfolg: „Damit wird dem schon Jahre andauernden Sanierungsstau endlich ein Ende gesetzt und diesem Wahrzeichen der Region zu neuem Glanz verholfen.“ Sie hatten sich für eine Finanzierung der dringend notwendigen Sanierungsarbeiten des Schlosses aus Bundesmitteln eingesetzt.

Größerer Förderbedarf

Im Fokus der Sanierungs- und Restaurierungsmaßnahmen an dem Schloss aus dem 12. Jahrhundert stehen in den kommenden Jahren die Brücke, Außenanlagen, Flucht- und Wartungswege, das Torhaus, der Uhrenturm, der Marstall sowie der Graue Flügel. Aufgrund des unerwartet großen Schadensbildes hatte sich der Projektstart zunächst verzögert und der Förderbedarf noch vergrößert.

„Jede Verzögerung bedeutet größere Schäden an der historischen Bausubstanz des Schlosses. Deshalb ist es gut, dass es in diesem Jahr endlich losgeht und die Finanzierung der Maßnahmen für die nächsten Jahre gesichert ist“, so Oppermann und Güntzler.

Gemeinsames Engagement

„Ich freue mich riesig – für alle Beteiligten“, sagt Herzbergs Bürgermeister Lutz Peters. Es sei toll, dass sich die Bundestagsabgeordneten Güntzler und Oppermann über Parteigrenzen hinweg gemeinsam für das Schloss engagiert hätten.

Er freue sich zudem, dass – nachdem sich bereits das Land zum Welfenschloss bekannt habe – nun auch der Bund die Bedeutung dieser historischen Stätte anerkennt. „Die nächste Phase ist gesichert“, sagt der Verwaltungschef zu den anstehenden Sanierungsarbeiten.

„Die sieben Millionen Euro helfen uns auf jeden Fall weiter“, sagt auch Markus Rogge, Leiter des Staatlichen Baumanagements Südniedersachsen, das für die Sanierung des Welfenschlosses zuständig ist. Was mit dem Geld gemacht werden wird, kann er jedoch noch nicht sagen. Derzeit würden ohnehin noch der Marstallflügel und der Uhrenturm saniert. Beides ist noch eingerüstet beziehungsweise verhüllt. Die Arbeiten daran dauern nun schon seit 2017. Danach stehe die Sanierung des Torhauses an.

Neue Büros für Amtsgericht

Im Marstallflügel und im Torhaus sollen später Teile des Archivs des Amtsgerichts gelagert werden. Im Marstallflügel entstehen zudem im ersten Stock neue Büros für die Amtsgerichtsmitarbeiter, hatte das Staatliche Baumanagement bei einem Vortrag auf Einladung des Fördervereins Schloss Herzberg vor einigen Wochen berichtet.

Und auch die Arbeiten für die nächsten ein bis zwei Jahre stünden bereits fest. „Wenn die Sanierung des Marstalls abgeschlossen ist, soll der Graue Flügel erneuert werden“, erklärt Rogge. Dazu müssten jedoch zunächst Flächen als Ausgleich für das im Schloss angesiedelte Amtsgericht geschaffen werden.

Bisherige Berichterstattung

Bildergalerie von den Sanierungsarbeiten

Rettungsaktion für den alten Welfensitz (Januar 2017)

Rettungsaktion für Welfenschloss Herzberg (Februar 2017)

Von Natalie Bornemann

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