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Osterode Bad-Mitarbeiter sorgen sich um ihre Jobs
Die Region Osterode Bad-Mitarbeiter sorgen sich um ihre Jobs
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14:00 25.04.2017
Das Aloha-Bad muss saniert werden. Quelle: HK
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Osterode

Was kann in dem fast 50 Jahre alten Bad statisch und technisch umgesetzt werden, welche Voraussetzungen müssen gegeben sein, wie sehen die Fundamente aus? Dazu mussten alte Baupläne und Unterlagen beschafft und Gutachten erstellt werden. Kurz: Die gesamte Anlage wird derzeit genau durchleuchtet.

Doch nicht nur für die Verwaltung, die Politik, Architekten und Statiker sind noch viele Fragen offen. Für die etwa 50 Mitarbeiter ist es eine Zeit der Ungewissheit. Wie soll es für sie weitergehen, sollte das Erlebnisbad für die umfangreichen Arbeiten teilweise schließen oder den Betrieb für vielleicht ein Jahr oder länger völlig einstellen?

Transparenz ist wichtig

Die Belegschaft wurde in einer Personalversammlung über den Sachstand informiert, obwohl man in der Erkenntnissuche noch nicht viel weiter ist. „Transparenz ist uns ganz wichtig“, sagte Severine Schmidt, Geschäftsführerin der Städtischen Wirtschaftsbetriebe (Wibo), zu der das Erlebnisbad gehört. „Ich kann die Sorgen der Mitarbeiter gut verstehen, ebenso ihre Ungeduld, weil es scheinbar nicht weiter geht.“ Arbeitgeber der Belegschaft ist im Rahmen eines Pesonalgestellungsvertrags die Stadt Osterode.

„Die Planungen dauern länger als vorgesehen“, räumt auch Bürgermeister Klaus Becker ein. Es sei noch unklar, wie der Betrieb des Bades während der Bauarbeiten aussehen werde. Das hänge letztlich auch damit zusammen, für welche Maßnahmen sich die Politik entscheide. „Zwar versuchen wir, so viele Mitarbeiter wie möglich zu halten. Aber wir müssen ehrlich sein. Es kann auch dazu kommen, dass wir Fachpersonal teilweise kündigen müssen, wenn der Betrieb des Bades ruht.“

Umbau des Aloha in entscheidender Phase

Der Umbau des Aloha befindet sich in der entscheidenden Phase. Becker: „Wenn wir jetzt Fehler machen, kann das teuer werden. Alles, was geplant wird, muss dann auch bezahlbar sein.“ Und es geht um viel Geld. Von acht bis 14 Millionen Euro ist die Rede.

Hintergrund der Arbeiten sind Schäden an der Anlage, vor allem des einsturzgefährdeten Dachs über dem Schwimmerbecken in der Halle. Den Schaden hatten Fachleute 2015 festgestellt, das Becken ist seitdem gesperrt.

Von Michael Paetzold

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