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Radolfshausen Besucheransturm bei Südniedersachsentagen in Waake
Die Region Radolfshausen Besucheransturm bei Südniedersachsentagen in Waake
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17:16 16.09.2018
Südniedersachsentage auf dem Rittergut Freiherr von Wangenheim in Waake. Marie (4 Jahre) hat Spaß beim Ponyreiten. Quelle: Tina Hey
Waake

„Das bietet hier die Chance, mal viele regionale Produkte an einem Ort kennenzulernen und alte Techniken zu sehen, mit denen Lebensmittel hergestellt werden“, sagte Julia Meyer aus Göttingen, die zu den ersten Besuchern auf dem Rittergut Freiherr von Wangenheim zählte. Mehr als 50 regionale Erzeuger, Lebensmittelproduzenten und Verarbeitungsbetriebe, stellten ihre Waren vor, boten den Gästen die Möglichkeit zu kosten und zu verzehren und beantworteten Fragen rund um die Herstellung ihrer Angebote. Die Auswahl reichte von Brot und Backwaren über Obst und Gemüse, Gemüse, Fruchtsäfte und Spirituosen, Wein und Bier bis zu Wurst und Käse, Honig und Eis aus eigener Produktion.

Kunsthandwerker präsentieren ihre Produkte

An mehreren Stellen sahen die Besuch1er, wie die Erzeugnisse produziert werden, teilweise konnten sie selbst aktiv werden und Korn dreschen und mahlen, schmieden oder Salz sieden. Kunsthandwerker nutzten die Premiere der Südniedersachsentage, um ihre Waren und Dienstleistungen vorzustellen. Vertreten waren auch Vereine und Institutionen aus der Region, die rund um die Themen Natur, Landwirtschaft, Regionalforschung und Geschichte informierten.

Die Region hat kulinarisch und kulturell eine Menge zu bieten. Das haben die ersten Südniedersachsentage deutlich gemacht. Mehr als 4000 Besucher kamen bereits am Sonnabend zu den 70 Ausstellern auf dem Rittergut Freiherr von Wangenheim.

Viele Kinder kamen mit Äpfeln, die sie am Stand des Einbecker Mostwerks zu Saft pressen ließen. „Sie waren stolz, dass sie die Äpfel gepflückt haben und sie jetzt die Belohnung bekommen“, berichtete Inhaber Stefan Kappey. 2018 sei ein gutes Apfeljahr. Durch die Trockenheit seien die Äpfel allerdings etwas kleiner, die Erntesaison habe etwas früher als üblich begonnen.

Südniedersachsen ist Region der Vielfalt

„Südniedersachsen ist eine Region der Vielfalt“, sagte Landrat Bernhard Reuter (SPD). Diese Region habe gelernt, sich zusammenzuraufen und „zieht heute an einem Strang“, erklärte er. Die ersten Südniedersachsentage seien in dieser Hinsicht „ein unglaublich starker Impuls“, sie leisteten „einen Beitrag zur Bildung von regionaler Identität, der ganz wichtig ist“. Bei der Vermarktung der Region gebe es „noch viel Potenzial nach oben“. Als Stichworte nannte er ein gemeinsames Regionalmarketing, „denn Regionen sind heute stärker denn je im Wettbewerb“.

„Die Südniedersachsentage tragen dazu bei, das Bewusstsein für die Region und die regionale Identität zu stärken“, betonte der Göttinger Bundestagsabgeordnete und Vizepräsident des Deutschen Bundestages, Thomas Oppermann (SPD). „Wir wissen mit Bier und Stracke mehr anzufangen als mit Kaviar und Champagner“, sagte er unter lautem Beifall. „Heimatverbundenheit ist das Gegenteil von Nationalismus und Fremdenhass“, erklärte der Politiker. Sie sorgten dafür, dass wir in Südniedersachsen gut zusammenleben können, „weltoffen und regional verankert, wirtschaftlich prosperierend und Werte orientiert“.

Ehrlichkeit und Vertrauen

Ausrichter der Premiere war der Regionale Erzeugerverband Südniedersachsen. „Ein zunehmender Teil unserer Gesellschaft sucht wieder mehr nach Begegnungen mit Produzenten, die ein offenes und transparentes Produkt versprechen und auf der Grundlage von Ehrlichkeit und Vertrauen bieten“, sagte dessen Vorsitzender Siegfried Kappey. Er deutete an, dass der Landkreis Northeim Interesse an der Ausrichtung der zweiten Südniedersachsentage habe.

Fortgesetzt wird das Programm am Sonntag, 16. September, von 10 bis 17 Uhr.

Von Axel Artmann

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