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Radolfshausen Bäume auf dem Thie wecken Emotionen
Die Region Radolfshausen Bäume auf dem Thie wecken Emotionen
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12:00 26.04.2017
Mackenrode

Herwig stellte zu den Themenbereichen Gestaltung des Thieplatzes und barrierefreier Zugang zur Kirche die jeweiligen Aufgabenstellungen der Gemeindeverwaltung sowie die Probleme bei der Durchführung klar und verständlich gegenüber. Am heftigsten wurde dabei die Frage nach der Baumfällung und -pflanzung auf dem Thie diskutiert. Zuvor informierte Becker die rund 30 Bürger, dass die beiden federführenden Behörden Denkmalschutz und Naturschutz sich geeinigt hätten: Die alten Linden müssten gefällt werden, da der Erhalt der historischen Mauer Priorität habe und diese nicht ersetzbar sei. „Aber die Maßnahme konnte auf 2018 verschoben werden, das genehmigte Fördergeld läuft bis dahin“, erklärte Becker.

In der Diskussion zeigte sich, dass die emotionale Verbundenheit mit den Bäumen auf dem Thie in der Bevölkerung einen ebenso großen Stellenwert hat, wie die Einsicht, dass die fünf alten und zum Teil fauligen Linden den beengten Raum auf dem Thie mitsamt Mauerwerk sprengen würden. „In der Vergangenheit wurden Fehler bei der Bepflanzung des Thies gemacht“, sagte Herwig. Welche der Bäume – alle oder nur einige – letztlich gefällt werden, hänge unter anderem noch von der Überprüfung der Unteren Landesnaturschutzbehörde ab, ob Fledermäuse in den Stämmen nisten. Zur Neugestaltung des Platzes wurde vorgeschlagen, einen großen Baum in der Mitte des Thies zu pflanzen und einen älteren stehen zu lassen, bis der junge Baum sich in seinem Wachstum entfaltet hätte. Ein anderer Vorschlag sah drei Bäume vor, wobei man sich einig war, dass diese dann durch regelmäßigen Rückschnitt und entsprechender Pflege beim Wachsen beeinflusst werden müssten. Auf diese Weise würde sich allerdings der Thie in seinem Erscheinungsbild nicht so massiv ändern und seinen Ringcharakter behalten. Eine Einigung konnte noch nicht erreicht werden.

Leichter fiel dagegen die Diskussion um den barrierefreien Zugang zur Kirche. Das Landesamt für Denkmalpflege hatte gefordert, dass die beiden Sockel links und rechts am Eingang nicht verbaut werden sollten. Mit einer größeren Plattform vor der Tür könne aber auch die letzte Stufe barrierefrei gestaltet werden, ohne die Sockel zu verdecken, erläuterte Herwig in seiner Präsentation.

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