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Radolfshausen Deutscher Mühlentag lockt viele Besucher nach Ebergötzen
Die Region Radolfshausen Deutscher Mühlentag lockt viele Besucher nach Ebergötzen
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00:24 24.05.2018
Paul (3) und Papa Tobias Bergmann bestaunen den Getreidetrichter in der Bockwindmühle. Quelle: Christoph Mischke
Ebergötzen

„Da oben dreht sich ganz viel Holz“, sagt ein Steppke, der eben mit seinem Vater die Treppe der imposanten Bockwindmühle hinabklettert. Tatsächlich, die mit Segeltuch bespannten Flügel der Mühle drehen sich flott in der Frühlingsbrise und treiben das innenliegende hölzerne Kammrad an. Das Mühlenhaus, das auf einem einzelnen dicken Pfahl ruht, schwankt ein wenig hin und her. Dem dreijährigen Paul, der mit seinen Eltern Tina und Tobias Bergmann gerade den Getreidetrichter bestaunt, macht das Gewackel nichts aus. Neugierig zieht der kleine Mann an den dicken Tauen, die früher einmal als Flaschenzug dienten.

Wilhelm Bruinjes, Geschäftsführer im Brotmuseum, freut sich über das hervorragende Wetter und die große Besucherzahl. Diese Mischung aus Nostalgie und beeindruckender Technik macht für ihn die Faszination der Bockwindmühle aus. Den Besuchern geht es wohl genauso.

Brot aus dem Holzofen

Zahlreiche Händler bieten an ihren Ständen vielfältiges Kunstgewerbe an und erleben reichlich Zulauf. Viele Gäste besuchen Museumsgebäude, das die über 8000-jährige Geschichte und Entwicklung der Landwirtschaft, der Getreideverarbeitung und des Brotes anschaulich zeigt. Im Außenbereich der Bäckerei mit Café „Backstüberl“, die seit wenigen Wochen von Denise Baikoudis betrieben wird, herrscht großer Andrang. Gelegentlich wehen dichte Rauchschwaden vom Backhaus herüber, wenn Holzofenbäcker Thomas Vogel seinen Ofen für den nächsten Backdurchgang vorheizt.

Viele Besucher zog es am Pfingstmontag zum Deutschen Mühlentag ins Europäische Brotmuseum Ebergötzen.

Getreidegarten und Bienenhaltung

Gegenüber flanieren die Besucher bei strahlendem Sonnenschein und wolkenlosem Himmel durch den historischen Getreidegarten und haben ihre Freude an der farbigen Blütenpracht des benachbarten Apotheker- und Kräutergartens. Hella Simona Zeidler ist mit ihren Eltern Gerdi und Holger aus Herberhausen gekommen. Die 39-Jährige liebt den Kräutergarten über alles und ist oft und gerne im Brotmuseum zu Gast. Gemeinsam mit der Wilhelm-Busch-Mühle sei das Areal ein großer Gewinn für die gesamte Region, sagt der Vater.

Im hinteren Teil des Gartens gibt der Ebergötzer Imker Joachim Peschke Einblicke in die Bienenhaltung – vom Aufbau eines Bienenkastens mit Brut- und Honigzargen bis zur Honiggewinnung. Viel Wissenswertes erfahren die großen und kleinen Besucher über die fleißigen Insekten, deren Stärke im Bienenstock bis zu 50 000 Exemplaren betragen kann. Und wer hätte geahnt, dass eine Bienenkönigin nur dem Fortbestand ihres Volkes dient und rund 2000 Eier legt – pro Tag.

Kreatives Spielen

Hinter dem Museumsgebäude hat Viola Harlan von Spielimpulse aus Wöllmarshausen ihre Spielstationen aufgebaut. Kinder und ihre Eltern lassen ihrer Kreativität zwischen den verschiedenen Spielflächen mit Naturmaterialien freien Lauf. Es gibt Würfelspiele, Holzbausteine, bunte Kreisel oder verschieden klingende Kuhglocken zu entdecken. Mira und Arthur, beide drei Jahre alt, sind mit ihren Elternpaaren aus Göttingen hergefahren. Die Kids haben großen Spaß an der Kugelbahn und das Gelächter ist groß, wenn wieder eine der großen Holzkugeln aus der Bahn trudelt und auf die Wiese purzelt. Viele Besucher nutzen die Gelegenheit und gehen im Anschluss weiter zur Wilhelm-Busch-Mühle. Auch hier wird ein spannendes Programm mit Führungen und Kunstgewerbe rund um Max und Moritz geboten.

Von Christoph Mischke

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