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Radolfshausen Im Stil der 80-er: „Zu den drei Rosen“ öffnet wieder
Die Region Radolfshausen Im Stil der 80-er: „Zu den drei Rosen“ öffnet wieder
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00:29 29.04.2018
Er wird die meiste Zeit in der Gaststätte "Zu den drei Rosen" hinter dem Zapfhahn stehen und auch ab und zu für seine Gäste singen: Mitinhaber und Gastwirt Dennis Föllmer. Quelle: Christoph Mischke
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„In den 80-ern haben sich die Leute noch in den Kneipen getroffen. An diese Tradition wollen wir anknüpfen“, erklärt Manuel Künemund das Konzept. Zusammen mit Markus Schreier hat er die traditionsreiche Gaststätte mit Saal und Biergarten übernommen. Im Jahr 2008 sind die Wirtsleute Waltraud und Achim Raabe nach rund 60 Jahren in der Gastronomie in den Ruhestand gegangen und hatten ihr Gasthaus an Pächter weitergegeben, die in den Räumlichkeiten knapp zehn Jahre das griechische Restaurant „Sirtaki“ betrieben haben. Nachdem deren Vertrag ausgelaufen war, stand das Haus mit einer Fläche von etwa 250 Quadratmetern zum Verkauf.

Wirt Dennis Föllmer kann auch singen

„In den 90er-Jahren hat mit zunehmender Digitalisierung das Kneipensterben begonnen, dennoch ich sehe gute Chancen für das ,Zu den drei Rosen’,“ ist Künemund optimistisch. „Wir sind nahe am Seeburger See, haben dadurch Tourismus, viele Vereine und eine gute Dorfgemeinschaft zwischen den See-Orten“. Gute Gründe für den Inhaber, um eine traditionelle Dorfkneipe erneut zum Leben zu erwecken. Der Jurist wird allerdings nicht selbst hinter dem Tresen stehen. Dafür ist Dennis Föllmer zuständig, den man auch den „singenden Wirt“ nennt. „Als Elvis ist er unschlagbar“, preist Künemund die Kunst seines Gastwirtes an. Sein Spektrum sei jedoch nicht auf den King beschränkt: „Ich singe alles, von den 50-ern bis zu den 80-ern, Hits der Singer- und Songwriter. Ich bin da ganz offen“, verrät Föllmer und hofft unter anderem auf musikalische Gäste, mit denen er auch kleine Sessions veranstalten kann.

Wer Musik nicht selbst machen möchte, kann, ganz im Stil der 80-er, die Jukebox bedienen – bestückt natürlich auch mit den Charts der 80er-Jahre. Zum Flair passen die entsprechenden Plattencover an der Wand oder die Autogrammkarten, auf denen selbst Mick Jagger noch fast faltenfrei in die Kamera grinst – neben Dallas-Spross Bobby Ewing. Kino-Plakate mit den Blockbustern von damals lassen zumindest bei den etwas Älteren Erinnerungen wach werden. Dart kann gespielt werden, der 80er-Jahre-Kicker stammt aus Holland, in einer Glasvitrine ist ein 30 Jahre altes Eintracht-Braunschweig-Trikot zu bewundern. Ein kleiner, aber notwendiger Kulturschock ist ein riesiger Flachbildschirm an der Wand. „Bundesliga- oder WM-Spiele können wir nicht mehr auf einem alten Fernseher präsentieren“, erklärt Künemund den fast einzigen Stilbruch. Ebenfalls auf den neuesten Stand der Technik ist die Küche, die neu eingerichtet wurde und den heutigen Standards und Vorschriften entspricht.

Bonus für Vokuhilas und Karottenhosen

Der „Zu den drei Rosen“-Inhaber will nicht den Restaurants am Seeburger See Konkurrenz machen: „Wir betreiben eine Kneipe. Hier gibt es nur Currywurst, Pommes, Grillhähnchen, Eis und Getränke.“ Diese Auswahl werde auch zum Mitnehmen angeboten. Auch für private Feiern, Versammlungen und Veranstaltungen stehe der Saal des Lokals zur Verfügung. Für die Eröffnungsparty bieten die Betreiber die Möglichkeit, einen Tisch zu reservieren. Wer sich traut, im 80er-Outfit mit Vokuhila oder Karottenhose zu erscheinen, bekommt zwei Freigetränke. Am 10. Mai steht schon die nächste Veranstaltung auf dem Plan: Die ersten Eichsfelder Beer-Pong-Meisterschaften werden ausgetragen. „Für das Trink- und Geschicklichkeitsspiel können die Gäste bei der Eröffnung schon mal trainieren“, raten die Betreiber.

Von Claudia Nachtwey

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