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Radolfshausen Antrag zum Erhalt des Bootshauses am Seeburger See
Die Region Radolfshausen Antrag zum Erhalt des Bootshauses am Seeburger See
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21:31 29.01.2019
Das alte Bootshaus am Seeburger See soll abgerissen werden. Jetzt wurde ein Antrag zum Erhalt eingereicht. Quelle: Foto: Schneemann
Seeburg

Das alte Bootshaus am Seeburger See bleibt weiter in der Diskussion. Jetzt wurde ein Antrag zum Erhalt gestellt, der im Umwelt- und Kreisausschuss sowie im Kreistag behandelt werden soll.

Die Kreistagsgruppe Linke/Piraten/Partei+ fordert mit ihrem Antrag zur „Zukunft des Bootshauses am Seeburger See“ den Erhalt des Gebäudes am bisherigen Standort. Der Abriss beziehungsweise die Versetzung des alten Bootshauses am Seeburger See werde derzeit öffentlich diskutiert, heißt es in dem Schreiben. Dabei verweisen die Antragsteller auf die Bürgerinitiative zum Erhalt des alten Boothauses, die in einer Unterschriftenaktion vor Ort und online 1339 Unterstützer fand. Für eine große Zahl Einwohner und Gäste Seeburgs gehöre das reetgedeckte Haus zur gewohnten Silhouette des Sees.

Bootshaus am alten Standort

Von rechtlicher Seite sei 2005 eine Vereinbarung getroffen worden, dass das alte Bootshaus entfernt werden müsse, wenn ein neues gebaut werde, beschreibt Hans Georg Schwedhelm (P2) die Situation. Damals sei die Entscheidung vielleicht richtig gewesen. „Wir sollten jetzt aber überlegen, dass diese Situation noch einmal überdacht wird, denn mittlerweile ist viel Zeit ins Land gegangen. Wir wollen, dass das Bootshaus am alten Standort bleibt.“

Das Bootshaus füge sich gut in die Landschaft ein, ergänzt Eckhard Fascher (Linke), der zweite Unterzeichner des Antrags. Es sei auch ein wichtiger Ort für Vögel und Fledermäuse, weshalb auch der Naturschutz ein Argument für den Erhalt sei. „Es gibt für uns keinen ersichtlichen und nachvollziehbaren Grund, warum man das Bootshaus abreißen will.“

Die CDU-Fraktion habe das Thema noch nicht abschließend beraten, sagte der Vorsitzende Harald Noack. Er persönlich finde aber, das Bootshaus sei „in der Tat ein erhaltenswertes Baudenkmal“. Deshalb würde er sich auch dafür einsetzen, denn auch er sitze gern am See oder wandere um ihn herum und „das Bootshaus gehört einfach zur Silhouette dazu“.

Schönes Gebäude erhalten

„Wir sind immer dafür, dass gute und schöne Gebäude erhalten bleiben“, ließ Gabriele Kesten (UMG) über das Fraktionsbüro mitteilen. Auch sei das Bootshaus mit seinem Reetdach eine „tolle Touristenattraktion“, weshalb die Fraktion dem Antrag in vollem Umfang zustimme.

Auch Thomas Carl Stiller, Fraktionsvorsitzender der FDP findet das Bootshaus „grundsätzlich erhaltenswert“. „Die Natur hat das Bootshaus für sich akquiriert“, sagt er. Wenn das Bootshaus nicht baufällig sei, sollte es stehenbleiben, auch wenn die Fledermäuse nicht als Alibitiere herhalten dürften. Allerdings müsse man sich natürlich ganz klar die Bedingen von damals anschauen, betont er, fügt aber hinzu: „Warum sollte Papier stärker sein als der Bürgerwille?“

„Die Situation ist deutlich komplexer zu sehen, als dass man sie einfach mit ja oder nein beantworten könnte“, sagte hingegen Reinhard Dierkes, Fraktionsvorsitzender der SPD. Deshalb wollte er sich auch noch nicht weiter äußern, bis seine Fraktion am 4. Februar darüber beraten habe.

„Als Kreistagsabgeordnete können wir der Verwaltung nicht in den Rücken fallen und Dinge, die festgeschrieben sind, umgehen“, sagt der FWGL-Fraktionsvorsitzende Lothar Dinges. Das Bootshaus habe aber eigentlich keinen negativen Einfluss auf den See, weshalb er sich schon dafür einsetzen würde, sollte es noch Handlungsspielraum geben, denn als Bürger sei der Seeburger See sein absoluter Lieblingsplatz. Und mit dem Bootshaus würde auch das romantische Element des Sees wegfallen. Allerdings sei Christel Wemheuer eine Dezernentin mit gutem Fachwissen, „der wir in dem Punkt auch vertrauen müssen“.

Von Rüdiger Franke

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