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Radolfshausen Radolfshäuser Bereiche Teil des neuen Landschaftsschutzgebietes
Die Region Radolfshausen Radolfshäuser Bereiche Teil des neuen Landschaftsschutzgebietes
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21:17 22.06.2018
Im Bereich des bisherigen FFH-Gebietes 138 „Göttinger Wald“ soll ein Landschaftsschutzgebiet ausgewiesen werden. Quelle: Christina Hinzmann / GT
Ebergötzen

Der Landkreis Göttingen beabsichtige den Erlass einer Landschaftsschutzgebietsverordnung zum Schutz des im Zuständigkeitsbereich des Landkreises gelegenen FFH-Gebietes 138 „Göttinger Wald“, erläuterte Seebode. Parallel dazu treibe die Stadt Göttingen einen vergleichbaren Erlass voran, da sich das Gebiet in weiten Teilen auf das Gebiet der Stadt erstrecke. Durch die Ausweisung als Landschaftsschutzgebiet finde unter anderem zukünftig eine räumliche Konkretisierung statt. Denn ursprünglich seien die speziellen europäischen Schutzgebiete, die nach der Fauna-Flora-Habitat (FFH)-Richtlinie ausgewiesen wurden, vom Land auf Karten im Maßstab 1:50 000 an die Europäische Union (EU) gemeldet worden, wodurch es eine gewisse Ungenauigkeit gegeben habe.

Formales Verfahren

Die jetzige Beteiligung sei eigentlich nur ein formales Verfahren, erklärte der Fachbereichsleiter. Das FFH (Fauna-Flora-Habitat)-Gebiet sei vom Land ausgewiesen worden und müsse nun nach EU-Recht umgesetzt werden. Bis 1. Juli seien die Unterlagen beim Landkreis, aber unter anderem auch bei der Samtgemeinde öffentlich ausgelegt. Die Samtgemeinde Radolfshausen werde als Träger öffentlicher Belange formell zu dem Verfahren gehört und kann bis zum 14. Juli eine Stellungnahme abgeben. Da die Gemeinden bislang noch nicht am Verfahren beteiligt wurden, sei die die Frist für diese nicht zu halten. Deshalb haben die Gemeinden jetzt bis Mitte August Zeit bekommen, sich dazu zu äußern.

Geringe Flächen betroffen

In der Samtgemeinde seien nur geringe Flächen betroffen, vor allem in den Gemarkungen Ebergötzen, Holzerode, Waake und Bösinghausen. Ein geringer Teil des Gebietes liege auch in der Gemarkung Mackenrode. Flächen im Eigentum der Samtgemeinde seien nicht betroffen. Im Bereich gebe es nur wenige landwirtschaftliche Nutzflächen, erklärte Seebode. Dort seien nur Waldwiesen, die nicht landwirtschaftlich genutzt werden. Und auch im Forstbereich seien nur wenige Flächen in das Gebiet integriert. „Dazu stehen wir aber in Kontakt mit den Realgemeinden.“ Denn für Grundstückseigentümer und Waldbesitzer könnten vielleicht doch Einschränkungen gegenüber den bisherigen schon bestehenden Regelungen aus den Vorgaben für FFH-Gebiete entstehen.

Schutz der Landschaft

Ein Landschaftsschutzgebiet sei die schwächste Form der Ausweisung, erläuterte Seebode, deutlich niedriger angesiedelt als zum Beispiel ein Naturschutzgebiet. Es dient vor allem dazu, den Charakter des geschützen Gebietes zu erhalten. Allerdings trage es wesentlich dazu bei, dass die Natur Ruhe bekomme. Die Tiere werden nicht gestört. Es soll damit dafür Sorge getragen werden, dass nicht das Wild mit Fahrradfahrern, Motorradfahrern oder Wandergruppen konfrontiert werde. Auch werde beispielsweise Totholz liegen gelassen.

Von Rüdiger Franke

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