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Radolfshausen Brote in Form einer Schildkröte
Die Region Radolfshausen Brote in Form einer Schildkröte
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09:00 03.08.2018
Engagierte kleine Bäcker formen unter Mithilfe von Annette Rieck (Zweite von links) Brote. Quelle: Hinzmann
Ebergötzen

Ein Brotlaib muss nicht zwangsläufig nach einem Brotlaib aussehen. Dies stellten neun Kinder aus Bovenden unter Beweis, die sich im Rahmen des Ferienprogramms in Ebergötzen als kleine Bäcker versuchten. Ein Brot in Igelform ist ungewöhnlich, sieht aber schon im Rohzustand durchaus zum Anbeißen aus. Auch eine Schildkröte stellt die Kreativkünste der Kinder vor eine gewisse Herausforderung.

Doch dank der Unterstützung von Pädagogin Annette Rieck, die die Betreuung in der Backstube übernommen hat, klappen die Vorbereitungen reibungslos. Das Mehl befindet sich nicht nur auf der Arbeitsplatte, sondern stellenweise auch in den Gesichtern und an der Kleidung – es stört niemanden. Der vorbereitete Teig erweist sich als sehr geschmeidig und die Teilnehmer als äußerst geschickt.

Die Zwillinge Ben und Luke sind gut auseinander zu halten. Passend zum grünen T-Shirt trägt Ben auch seine Haare mit einem Hauch von grün. Luke bevorzugt die Farbe blau, T-Shirt und Haare sind ebenfalls perfekt abgestimmt. Das Duo hat Spaß, wie alle anderen. Auch die kleine Hannah, die mit ihren fünf Jahren die Jüngste in der Gruppe ist. Mit dabei ist ihr größerer Bruder Marlon, dem sie nicht von der Seite weicht. Er findet es völlig in Ordnung, dass Hannah dabei ist. Das Geschwisterpaar ist ein eingespieltes Team, auch an der Arbeitsplatte. „Irgendwann nervt es aber auch“, sagt Marlon, grinst dabei und schaut seine Schwester liebevoll von der Seite an.

Unbedingt dabeisein wollte auch die siebenjährige Malia. „Ich habe eine Schildkröte geformt“, erzählt sie und zeigt auf die bereits zum Backen fertigen Brote. Ihr Lieblingstier ist das gepanzerte Lebewesen nicht. „Mein Lieblingstier ist ein Hund, aber da wusste ich nicht, wie das geht.“ Ihr Hund Ben, der zu Hause auf seine kleine Besitzerin wartet, wird es ihr sicher nicht weiter übel nehmen.

Keinerlei Probleme haben die beiden Betreuerinnen der munteren Truppe, Lara Steinbeiß und Annika Hoffmann. Während Hoffmann das erste Mal bei einer Ferienmaßnahme dabei ist, hat Steinbeiß bereits Erfahrung. Die gebürtige Billingshäuserin studiert in Flensburg, unterstützt die Programme aber mit großem Engagement, wenn es ihre Zeit zulässt.

Zeit haben die Kinder, während die leckeren Brote im Ofen langsam knusprig braun werden. Damit das Europäische Brotmuseum in der Zwischenzeit aber nicht komplett auf den Kopf gestellt wird, haben die Veranstalter eine Rallye durch die Räumlichkeiten organisiert, um sich dem Thema zu nähern. Symbole gilt es im Museum wiederzufinden und abzuhaken. Das Klemmbrett von Niklas und seinem Team weist schon einige Kreuze auf. „Ich finde es total toll hier.“ Den Satz lässt er quasi nur im Vorbeigehen fallen, denn er hat keine Zeit, muss seinen Freunden schnell hinterher.

Der Vormittag im Brotmuseum ist nur ein Programmpunkt innerhalb des umfangreichen Ferienprogramms, das der Flecken Bovenden in den vergangenen Wochen für unterschiedliche Altersklassen auf die Beine stellte. Angeboten wurde eine Fahrt für Jugendliche nach Sylt, ins Wellenbad nach Bad Lauterberg, nach Hannover in die Trampolinhalle Superfly oder auch in den Serengeti Park. „Ich finde es ja schon schön, dass nichts wegen Regen ausfallen musste, aber das Wetter ist schon eine ganz schöne Herausforderung“, berichtet Anke Ufer, die als Jugendpflegerin im Flecken Bovenden arbeitet. Gemeinsam mit ihrem Kollegen Falk Staal ist sie in Ebergötzen dabei, versucht, für einen reibungslosen Ablauf zu sorgen, schließlich sollen alle neun Kinder inklusive der selbst gebackenen Brote – es sei denn, der Hunger war stärker – mit dem Bovenden Mobil wieder heil zu Hause ankommen.

Von Vicki Schwarze

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