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Radolfshausen Keine Parkgebührenpflicht am See
Die Region Radolfshausen Keine Parkgebührenpflicht am See
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14:20 10.05.2017
Quelle: RF
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Seeburg

Der zweite stellvertretende Bürgermeister Bruno Kluge (SPD) begründete den Antrag mit Beobachtungen, die unter anderem er am Parkplatz gemacht habe. So sei das Parkverhalten zum Beispiel am 1. Mai „eine Riesenkatastrophe“ gewesen. „Wir wollen den Parkplatz mit einer Gebühr belegen“, sagte er, „um zum einen zu einer Senkung des Verkehrsaufkommens beizutragen.“ Zeitgleich solle auch das ordnungswidrige Abstellen von Fahrzeugen, also das Falschparken, reduziert werden. Als dritter Punkt würde eine Gebührenpflicht auch zu einer Ertragsmaximierung der Einnahmen führen.

Zwar erscheine die Idee einer Gebührenpflicht auf den ersten Blick einfach umzusetzen, entgegnete Bereszynski. Doch wenn eine solche Parkgebühr beschlossen werde, dann müsse die Gemeinde auch einen Vollzugsbeamten einsetzen, der die Einhaltung auf dem Parkplatz kontrolliere. Auch klinge der Vorschlag von den Nutzern des Jugendraums erst einmal verlockend. Die Jugendlichen hätten vorgeschlagen, am Wochenende sogenannte Knöllchen zu verteilen. Dafür würden zehn Prozent der Gelder zugunsten des Jugendraums fließen. „Doch so einfach ist es leider nicht“, so Bereszynski. Diese Aufgabe müsse ein Beamter übernehmen.

Derzeit bemühe sich die Gemeinde nach Angaben des Bürgermeisters darum, einen gebrauchten Parkautomaten von der Stadt Duderstadt zu erhalten. Er habe dazu bereits eine Anfrage an Duderstadts Bürgermeister Wolfgang Nolter (CDU) gestellt. „Der zweite Parkautomat soll dann auf dem Außenparkplatz aufgestellt werden“, erklärte Bereszynski. Denn der Außenparkplatz sei auch regelmäßig stark frequentiert.

Für Diskussionen sorgte auch das Parkverhalten auf dem Fußweg, der zwischen den Parkplätzen und der Hecke zum See führt. Mit flachen Granitblöcken soll dieser vor dem Zuparken von den Seebesuchern geschützt werden. Oft seien die Autofahrer so weit auf den Weg gefahren, dass kaum noch ein Kinderwagen hindurchpasste.

Die Neugestaltung des Parkplatzes sei derzeit auch gut vorangeschritten. Wie der stellvertretende Bürgermeister Bernd Knöchelmann (CDU) berichtete betrage der Anteil der Gemeinde für die Hälfte der Gesamtfläche 46.000 Euro. Dazu müsse auch der von Wurzeln beschädigte Fußweg auf einer Länge von 20 Metern ausgebessert werden, um eine Unfallgefahr zu mindern. Insgesamt werde es für die Gemeinde aber günstiger als geplant. „Die 55.000 Euro werden deutlich unterschritten“, so Knöchelmann. „Wir kommen eher an die 50.000 Euro ran.“

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