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Radolfshausen Landwirtschaftsmuseum muss umziehen
Die Region Radolfshausen Landwirtschaftsmuseum muss umziehen
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00:28 22.03.2018
Der Vorsitzende des Heimatvereins, Dieter Kulle, und Ortsheimatpfleger Willi Hartmann in der Ausstellung des Landwirtschaftsmuseums. Quelle: Foto: Richter
Waake

Das auf dem Gutshof in Waake ansässige Landwirtschaftsmuseum des Heimatvereins Waake-Bösinghausen muss in andere Räume umziehen. Geplant sei, das Gebäude langfristig anders zu nutzen, sodass ein neuer Standort für das Museum auf dem Hof gesucht werde, sagt Gutshof-Eigentümer Winno von Wangenheim. Der notwendige Raumwechsel war auch Thema während der Jahreshauptversammlung des Vereins.

„Ich bin für alle möglichen Räumlichkeiten offen, die wir auf dem Hof noch haben und die im Moment nicht genutzt werden“, betont der Eigentümer, der bei der Versammlung nicht anwesend war. Wann genau der Umzug innerhalb der kommenden Jahre erfolgen müsse, stehe allerdings noch nicht fest.

„Man muss nur gucken, wo es am besten reinpasst“, erklärte von Wangenheim. Er verweist darauf, das die Nutzung der Räume für den Verein kostenlos sei. Aus seiner Sicht wäre das Museum in einer der Scheunen gut aufgehoben. Er habe Gemeindebürgermeister Johann-Karl Vietor (CDU), den Vorsitzenden des Heimatvereins, Dieter Kulle, und Ortsheimatpfleger Willi Hartmann über seine Pläne informiert, sagte von Wangenheim. Ihm sei daran gelegen, „dass wir einen sehr offenen, transparenten Prozess haben, wo wir miteinander sprechen und gemeinsam nach einer Lösung auf dem Hof suchen.“

Plädoyer für fachkundige Unterstützung

Die Mitglieder des Heimatvereins diskutierten während der Versammlung insbesondere über die Steinscheune und den früheren Pferdestall als Nutzungsmöglichkeiten. „Beide Alternativen sind mit erheblichen Kosten verbunden“, betonte Kulle. Daher sei es notwendig, „fachkundige Unterstützung auf den Hof zu holen“. Ziel müsse es sein, das Landwirtschaftsmuseum „wenn irgend möglich irgendwie zu erhalten“. Eine Lösung müsse „machbar und finanzierbar“ sein. Das Projekt bereite ihm aufgrund seiner Dimension „etwas Angst“.

„Wir können das auch als Chance sehen und ein ganz tolles Museum auf die Beine stellen, das ist nicht unbedingt ein Risiko“, betonte Vietor. „Lassen Sie uns auf jeden Fall dieses Projekt angehen und nicht von vorneherein sagen, die Hürden sind zu groß“, lautete sein Appell. Wie auch andere Vereinsmitglieder brachte er eine Machbarkeitsstudie ins Gespräch. An dem Geld dafür dürfe es nicht scheitern. Vietor: „Wenn sie denn 10 000 Euro kostet, dann bin ich sicher, dass wir das Geld zusammenbekommen.“

„Beide Alternativen bedürfen einer deutlichen Veränderung, um ein Museum darin auszubauen“, betonte Schriftführer Reinhard Schneemann. Ihm sei bei Gesprächen mit Fachbehörden dazu geraten worden, „sich Fachleute dazuzuholen“.

Projektgruppe mit

Lösungssuche beauftragt

Die Mitglieder beschlossen die Einrichtung einer Projektgruppe, erstes Ziel sei die Beantragung einer Machbarkeitsstudie. Mehrere Vereinsangehörige hatten im Vorfeld der Abstimmung signalisiert, dass sie in dieser Projektgruppe mitarbeiten wollen. Der Beschluss beinhaltet auch, dass die Mitglieder „uneingeschränkt“ die Erhaltung des Landwirtschaftsmuseums auf dem Gutshof unterstützen.

Von Axel Artmann

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