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Radolfshausen Mehr als 40 Projekte im Göttinger Land ausgewählt
Die Region Radolfshausen Mehr als 40 Projekte im Göttinger Land ausgewählt
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17:29 27.07.2018
Das Mühlenrad der Wilhelm-Busch-Mühle in Ebergötzen wurde mit Leadermitteln ersetzt. Von links: Hartmut Bernd, Marianne Tillmann, Arne Behre, Hans-Achim Schubert, Robin Rammelsberg und Christel Wemheuer. Quelle: Rüdiger Franke
Ebergötzen

„Wir befinden uns in der Hälfte der EU-Förderphase“, berichtete Berndt. Deshalb müsse zum Jahresende eine Evaluation zu den bisherigen Projekten erstellt werden. Zur Präsentation habe man bewusst einen Ort gewählt, an dem die Besucher auch etwas sehen können. Insgesamt habe die LAG in der aktuellen Förderphase mehr als 40 Projekte ausgewählt, die sich alle in unterschiedlichen Stadien befinden. Einige seien bereits abgerechnet, andere bewilligt, manche auch noch in der Bewilligungsphase. „Als Landkreis wollen wir zum Beispiel die Dorfläden mit Photovoltaikanlagen ausstatten“, sagte die Vorsitzende. Berndt ergänzte, dass in der vergangenen Woche dazu die Bewilligungsbescheide eingetroffen seien.

2,8 Millionen Euro

„Wir mussten nach einem halben Jahr die Projekte beschränken“, erzählte Wemheuer, „sonst hätten wir gar nicht alles machen können.“ Insgesamt habe die Leader-Region Göttinger Land 2,8 Millionen Euro für die Förderphase erhalten. Der Kreistag habe darüber hinaus auch für die dritte Förderphase eine Kofinanzierung des Landkreises Göttingen von 600 000 Euro beschlossen – „für Projekte, die uns wichtig sind“, wie Wemheuer ergänzt. Die Förderphase dauere sieben Jahre und habe 2013 begonnen. „Wir sind aber erst 2015 ausgewählt worden“, so Wemheuer. Die Förderung habe früher in der Finanzierung das Verhältnis von 1:1 zwischen eigenen und Leadermitteln vorgegeben. Jetzt sei es leichter geworden, denn die Förderung erfolge im Verhältnis 80:20 mit dem großen Anteil über Leader.

Hans-Achim Schubert erklärt Christel Wemheuer das Inventar. Quelle: Rüdiger Franke

Regionales Förderkonzept

Als Grundlage einer möglichen Förderung liege das regionale Förderkonzept „Dörfer gemeinsam zukunftsfähig gestalten“ zugrunde. Jede Region bewerbe sich mit einem Konzept, erklärt Berndt. In Niedersachsen seien 41 Regionen ausgewählt worden, nach Bayern mit 68 die zweitmeisten bundesweit. Ein Schwerpunkt der Förderung liege in der Tourismusförderung, sagt Wemheuer. Möglich seien aber auch Förderungen in den Bereichen Mobilität, Wirtschaft, Klimaschutz und Kultur. „Gerade im ländlichen Raum hat sich die Kultur in den vergangenen Jahren entwickelt“, so die Vorsitzende. Das resultiere auch aus dem Konzept. „In Orten mit einer Infrastruktur können auch Veranstaltungen laufen.“

„Quantensprung im Bereich Tourismus“

„In den vergangenen Jahren haben wir einen Quantensprung im Bereich Tourismus gemacht“, sagte Wemheuer. Touristische Projekte seien unterstützt worden, Wege ausgeschildert, Brücken ausgebaut. Auch das Ehrenamt würde unterstützt, denn die Wilhelm-Busch-Mühle würde ohne Ehrenamt nicht funktionieren, wie Berndt erklärte. „Wichtig ist das Ineinandergreifen kommunaler und ehrenamtlicher Strukturen.“ Deshalb gebe es zum Beispiel das Dorfmoderatoren-Programm zur Qualifizierung von Freiwilligen.

Das Inventar in der Wilhelm-Busch-Mühle in Ebergötzen war vom Holzwurm befallen. Quelle: Rüdiger Franke

EU-Mittel fließen direkt in die Region

Die Wilhelm-Busch-Mühle sei nach Berndts Angaben auch ein gutes Beispiel dafür, wie es durch das Leaderprogramm gelinge, Europa sichtbarer zu machen – dadurch, dass EU-Mittel direkt in die Region fließen. Am Mühlengebäude habe es einen Investitionsstau gegeben, erläuterte Robin Rammelsberg, Schriftführer des Förderkreises Wilhelm-Busch-Stätten Ebergötzen. Betroffen war auch das Kernstück des Museums, das Mühlenrad. Morsch seien auch Balken im Fachwerk gewesen. Darüber hinaus sei mit den Leadermitteln unter anderem die Energieeffizienz des Gebäudes verbessert worden. Die Maßnahmen kosteten rund 50 000 Euro. 40 000 Euro werden aus Leadermitteln finanziert, wie Geschäftsführerin Marianne Tillmann erklärte. Der Rest komme vom Landkreis, der Samtgemeinde und der Sparkasse Göttingen, so der Vorsitzende Hans-Achim Schubert. „Ohne die Förderung hätten weder der Verein noch die Samtgemeinde die Summe stemmen können“, wies Radolfshausens Samtgemeindebürgermeister Arne Behre (SPD) auf die Bedeutung des Förderprogramms hin.

Von Rüdiger Franke

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