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Radolfshausen Lösungen für Landwirtschaftsmuseum gesucht
Die Region Radolfshausen Lösungen für Landwirtschaftsmuseum gesucht
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00:37 30.04.2018
Dieter Kulle (r.), Vorsitzender des Heimatvereins Waake-Bösinghausen, und Ortsheimatpfleger Willi Hartmann vor dem Eingang zum Landwirtschaftsmuseum. Quelle: Niklas Richter
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Waake

Zunächst einmal gehe es um die Grundsatzfrage, ob das Museum aufgelöst werde oder ob die Einrichtung umziehe. „Wir möchten natürlich lieber umziehen“, betonte der zweite Vorsitzende des Heimatvereins Waake-Bösinghausen. Es müsse überlegt werden, wen der Verein „alles ins Boot holen könne, damit wir das ganze Projekt gut über die Runden kriegen“.

Ein wichtiger Aspekt seien Fördermittel. „Wir haben die ersten Gespräche geführt und sogar schon im ganz kleinen Bereich die erste Zusage einer Förderung für unser Projekt“, berichtete Wehrt. Außerdem gelte es, ein Konzept zu entwickeln, „weil wir eigentlich erst einmal ein Museum werden wollen“.

Wahl zwischen zwei Alternativen

Eine Auflösung wäre die „schlechteste Alternative“, die nur zum Tragen käme, wenn es harte Fakten gibt, „die uns dazu schreiten lassen“, sagte Vorsitzender Dieter Kulle. Dies könnten die Kosten sein. Auch wenn sich kein Konzept finden lasse, die benötigten Finanzmittel nicht fließen würden, es Interessenlosigkeit in der Gemeinde gebe oder die Angst vor dieser Aufgabe zu groß sei, wären dies Gründe für eine Auflösung, berichtete Wehrt.

Beim Umzug gebe es die Wahl zwischen einer großen und einer kleinen Lösung. Letzteres bedeute, „dass wir weiter eine Ausstellung bleiben“. Dies wäre mit geringeren Kosten verbunden, der Bestand müsste möglicherweise reduziert werden oder es werde an anderer Stelle „weitergemacht wie bisher“.

Bei der großen Lösung wäre der „immense Kostenaufwand nicht zu unterschätzen“. Es müsste ein Konzept für das Museum und den Betrieb erarbeitet werden und für einige Jahre die „finanzielle Abdeckung“ sichergestellt sein. Der Bekanntheitsgrad würde sich mit einer großen Lösung deutlich erhöhen und es bestünde die Chance der Erweiterung mit einem Café, in dem Veranstaltungen stattfinden könnten. Außerdem sei die dauerhafte Beteiligung regionaler Betriebe möglich. Das Museum ließe sich auch vermehrt in den Unterricht von Schulen einbinden.

Als Räume auf dem Gutshof kämen der alte Pferdestall, die Ruine und die Steinscheune in Frage. Zu den Alternativen zählte der komplette Neubau einer Halle.

Verein auf der Suche nach Geldquellen

Für die Finanzierung könnten Leader-Mittel beantragt werden, für Renovierungsarbeiten sei eine Option, den Denkmalschutz zu integrieren. Weitere Möglichkeiten wären Spenden und Sponsoren. „Der Landschaftsverband würde uns für eine Beratung zur Verfügung stehen“, berichtete Kulle. Außerdem bestünde die Möglichkeit, über eigene Aktionen Geld in die Kasse zu bekommen. Wehrt nannte überregionale Mitgliederwerbung als weiteren Ansatzpunkt. Wichtig sei, dass sich als nächster Schritt der Heimatverein klar werden müsse, was er wolle.

„Ich bin der Meinung, dass wir neben der moralischen Verpflichtung im Zweifel auch als politische Gemeinde unter entsprechender Beschlussfassung und Vorlauf einen finanziellen Beitrag an dieser Stelle zu leisten haben“, sagte Gemeindebürgermeister Johann-Karl Vietor (CDU). „Wenn wir ein größeres Museum entwickeln könnten, dann wäre das etwas für Waake, was uns wirklich nach außen gut repräsentieren könnte“, meinte Kerstin Großelindemann (Bündnis90/Die Grünen).

Von Axel Artmann

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