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Radolfshausen „Entdecke Ebergötzen zu Fuß“: Pfad eröffnet
Die Region Radolfshausen „Entdecke Ebergötzen zu Fuß“: Pfad eröffnet
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19:36 08.08.2018
Feierliche Eröffnung des neuen Museumspfades. Quelle: Foto: Garben
Ebergötzen

 700 Meter ist er lang und verbindet beide Museen in Ebergötzen – der neue Pfad „Entdecke Ebergötzen zu Fuß“. Am Mittwochvormittag wurde er von Vertretern des Brotmuseums und der Wilhelm-Busch-Mühle, der Sparkasse Göttingen und Samtgemeindebürgermeister Arne Behre offiziell eröffnet. An fünf Stationen entlang des Pfades informieren nun sechs Tafeln unter anderem über die Geschichte des Ortes um das Jahr 1900, die heimische Vogelwelt und die Entwicklung des Mühlenvorkommens im Dorf. So erfährt der Betrachter beispielsweise, dass es um 1912 noch 173 landwirtschaftliche Betriebe im Ort gab. Heute sind es noch zwei. Dabei ergänzten die Informationen auf den Tafeln das, was man im Museum erfährt, erklärte Agnieszka Steuerwald, Museumspädagogin und Kuratorin des Brotmuseums. Etwa alle 100 bis 200 Meter findet sich eine Tafel.

Damit der Pfad als solcher für Besucher künftig noch sichtbarer wird, soll der Schotterweg noch entsprechend markiert werden. Vorstellbar sei zum Beispiel das Logo vom Brotmuseum oder das der Wilhelm-Busch-Mühle, erzählte der Leiter des Brotmuseums Wilhelm Bruinjes. Da der Pfad aber nicht asphaltiert ist, müsse man sich eine geeignete Methode erst noch überlegen.

Die Idee, diesen Pfad anzulegen, sei entstanden, weil so viele Schulklassen das Brotmuseum und die Wilhelm-Busch-Mühle besuchen, sagte Bruinjes. Durch die Verbindung mithilfe des Pfades werde nicht nur die Attraktivität des Weges gesteigert, sondern man könnte so auch Touristen, die eigentlich nur ein Museum besuchen wollten, dazu ermutigen, beide zu besichtigen, ergänzte Marianne Tillmann, Leiterin der Wilhelm-Busch-Mühle.

2 000 Euro aus Wettbewerb erhalten

Mit dem Projekt hatten sich die Museen beim Wettbewerb „Unsere Samtgemeinde Radolfshausen hat Zukunft“ beworben und den ersten Platz belegt, den die Sparkasse Göttingen mit 2 000 Euro dotiert hatte. Damit konnten die Kosten der Informationstafeln zu zwei Dritteln gedeckt werden. Die Sparkasse wolle mit dem Preisgeld „zur Motivation ehrenamtlich tätiger Menschen beitragen“, sagte Steffen-Peter Horn, stellvertretendes Vorstandsmitglied der Sparkasse Göttingen, in seiner Ansprache. Ebergötzen sei einer der Leuchttürme in der Region, der bis zu 3 0000 Besucher pro Jahr verzeichne. Deshalb sei auch das Thema Nachhaltigkeit ganz entscheidend für den Gewinn des Wettbewerbes gewesen, sagte Samtgemeindebürgermeister Behre.

Der neue Museumspfad „Entdecke Ebergötzen zu Fuß“ verbindet das Brotmuseum und die Wilhelm-Busch-Mühle. Informationstafeln verraten unter anderem Details zu Ebergötzens Geschichte.

Der Pfad ist nicht als Rundweg angelegt. Startet man beispielsweise am Brotmuseum, so führt der Pfad am Auebach entlang, in die Bergstraße und dann eigentlich über eine Brücke an der Ecke Bergstraße/Pulvergasse. Doch die Brücke ist zurzeit abgesperrt, deshalb geht es am Dorfgemeinschaftshaus entlang, von wo aus man schon bald an der letzten Tafel angekommen ist. Diese informiert über das Leben und Wirken von Wilhelm Busch und steht ganz in der Nähe des gleichnamigen Museums, das das Ende des Weges markiert.

Von Touristen und Einheimischen gleichermaßen gebe es bereits positive Rückmeldungen, erzählte Steuerwald. Helga Deutsch findet den neuen Weg mit den Infotafeln „einfach super“, das teilte sie den Teilnehmern der Eröffnungsfeier gleich mit, als die den neuen Pfad besichtigten. Die 84-Jährige ist gebürtige Ebergötzerin. Eine der Tafeln steht ganz in der Nähe von ihrem Grundstück. Besonders gefällt ihr, dass dort die Entfernung zu den jeweiligen Museen verzeichnet ist.

Von Nora Garben

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