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Radolfshausen Per Zählung zum Zebrastreifen
Die Region Radolfshausen Per Zählung zum Zebrastreifen
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00:28 01.03.2018
Ortsdurchfahrt am Kindergarten in Ebergötzen Quelle: Rüdiger Franke
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Ebergötzen

Ihren ersten Antrag mit 133 Unterstützerunterschriften hatte Kreuzer am 15. Juni eingereicht. Einen Tag zuvor hatte eine Verkehrsschau stattgefunden. Thema war unter anderem ein gelber vorübergehender Überweg. Dieser wurde später für die restliche Dauer der Bauarbeiten zur Erneuerung der Bundesstraße 27 eingerichtet. Dies sei aber keine Entscheidung des Landkreises gewesen, betonte der stellvertretende Bürgermeister Torsten Andree (SPD), sondern eine des Straßenbauamtes.

Kreuzer sammelte weiter Unterschriften. 333 Personen haben ihren Antrag unterzeichnet. Die Mitglieder des Rates der Gemeinde unterstützen den Antrag ebenfalls, haben aber kein Mitspracherecht. Die Entscheidung könne nur im Verkehrsamt gefällt werden. Es sei ein Akt der laufenden Verwaltung, erläuterte Verwaltungsvertreterin Hiltrud Bartus-Deutsch. Helfen könne nur eine amtlich anerkannte Verkehrszählung. Der Landkreis habe auch erklärt, dass die Anzahl der Unterschriften keine Relevanz für die Entscheidungsfindung habe.

Nur 773 Fahrzeuge in zehn Stunden

Den Verkehr sollen in Kürze zwei Bauhofmitarbeiter zählen – zu drei Zeiten jeweils für drei Stunden. Wie Bartus-Deutsch berichtete, verweise das Verkehrsamt auf die Richtlinie für die Anlage und Ausstattung von Fußgängerüberwegen (R-FGÜ 2001). So sei die Einrichtung erst möglich ab 50 bis 100 Fußgängern stündlich bei gleichzeitig 200 bis 300 Fahrzeugen. Empfohlen werde ein Zebrastreifen sogar erst bei 450 bis 650 Fahrzeugen. Eine Bußgeldzählung habe hingegen in Ebergötzen 773 Fahrzeuge in zehn Stunden gezählt.

Kreuzer widerspricht der Argumentation der Verkehrsbehörde und beruft sich in ihrem Antrag ebenfalls auf die Richtlinie von 2001, die besagt, „Fußgängerüberwege (...) empfehlen sich insbesondere, wenn vorrangig Kinder (...) beim Überqueren der Straße geschützt werden müssen“. Eine weitere Bürgerin erklärte, dass nur etwas auf der B 27 geschehen müsse und dann hätte man die geforderten Zahlen. Ein Argument, dass in den Kampf um den Zebrastreifen mit aufgenommen werden soll.

Von Rüdiger Franke

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