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Radolfshausen Nach Absage für Zebrastreifen hofft Anwohnerin in Ebergötzen auf Furt
Die Region Radolfshausen Nach Absage für Zebrastreifen hofft Anwohnerin in Ebergötzen auf Furt
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14:54 25.06.2018
Anwohnerin fordert Querungshilfe über die Herzberger Landstraße am Kindergarten in Ebergötzen. Quelle: Rüdiger Franke
Ebergötzen

Kreuzer wohnt in Sichtweite zum Max-und-Moritz-Kindergarten, wo sie den Eindruck gewann, der täglichen Bring- und Abholsituation stünde „ein Zebrastreifen gut zu Gesicht“. Deshalb habe sie im Februar 2017 Bürgermeister Detlef Jurgeleit (SPD) aufgesucht. Der erklärte ihr, dass der Querungsverkehr zu gering sei, um einen Fußgängerüberweg einrichten zu können. Kreuzer sammelte in einem ersten Durchgang 133 Unterschriften, in einem weiteren Durchgang 332 Unterschriften.

Verkehrsschau

Am 14. Juni 2017 nahm die Anwohnerin an einer Verkehrsschau teil, wo auch die Situation am Kindergarten begutachtet wurde. Der Landkreis habe lediglich zugestimmt, die gefährliche Ecksituation mit rot-weißen Pfählen und Ketten zu sichern sowie den heruntergefahrenen Zeichen auf der Fahrbahn eine Farbauffrischung zu gewähren, fasst sie zusammen. „Die für einen Fußgängerüberweg erforderlichen Mindestzahlen (Fußgänger und Fahrzeuge) sind nicht gegeben“, erklärte Landkreissprecher Ulrich Lottmann. „Das hat eine Verkehrszählung ergeben.“ Gezählt wurden bei fünf Termin in jeweils drei Stunden jeweils rund 300 Fahrzeuge bei 60 bis 80 Fußgängern, wie Jurgeleit berichtet.

Anwohnerin fordert Querungshilfe über die Herzberger Landstraße am Kindergarten in Ebergötzen. Quelle: Rüdiger Franke

Antrag in der Schublade

Ihr Antrag mit den Unterschriften habe länger als drei Monate bei der Gemeindeverwaltung in der Schublade gelegen, wirft Kreuzer der Verwaltung vor. Das sei der Verkehrszählung geschuldet, erklärte der Gemeindebürgermeister. Denn in der Ratssitzung, an der auch Frau Kreuzer teilgenommen habe, sei besprochen worden, mit der Zählung bis zur hellen Jahreszeit zu warten. Das gesamte Verfahren sei von Beginn an öffentlich behandelt worden. Auch habe der Landkreis bestätigt, dass für die Entscheidung nicht die Unterschriften sondern die Gegebenheiten vor Ort ausschlaggebend seien.

Ablehnung auf fünf Seiten

Von Seiten des Landkreises gab es am 12. April eine Ablehnung, fünf Seiten lang. Die ließ Kreuzer durch einen Fachanwalt für Verwaltungsrecht prüfen, der ihr allerdings vom Klageweg abgeraten habe. In ihrem Dankesschreiben an den Landkreis habe sie dann ihre Verwunderung darüber zum Ausdruck gebracht, wie es möglich sein könne, mit Pfählen und Ketten auf Seiten der Kita Parkmöglichkeiten auf Null zu reduzieren, so dass 99,99 Prozent aller Eltern immer mit ihren Kindern die Fahrbahn überqueren müssten, andererseits aber den Eltern keine Querungshilfe einzurichten. „Die Ketten sollen dafür sorgen, dass Fußgänger nicht im nicht einsehbaren Bereich über die Straße gehen“, erklärt Jurgeleit. Auch reduzierten die Ketten keine Parkmöglichkeiten, da das Parken im Einmündungsbereich nicht erlaubt sei.

Thema in der Ratssitzung

Kreuzers Hoffnung liegt nun auf der Einrichtung von Furten, für die sie einen weiteren Antrag stellte. Dieser wird am Dienstag, 26. Juni, ab 19 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus in der Gemeinderatssitzung behandelt. Doch auch die Zuständigkeit für eine Furt liegt bei der Straßenbaubehörde, wie Jurgeleit vom Landkreis erfuhr. Und Lottmann macht der Anwohnerin keine Hoffnung. „Eine Furt ist rechtlich genehmigungsfähig, wenn der Fußgängerquerverkehr bevorrechtigt ist, zum Beispiel an einer Ampel“, erklärt der Landkreissprecher. Das sei in Ebergötzen nicht der Fall.

Von Rüdiger Franke

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