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Radolfshausen Saisonstart mit neuen Tretbooten
Die Region Radolfshausen Saisonstart mit neuen Tretbooten
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10:48 27.04.2017
Von Kuno Mahnkopf
Freuen sich auf die neue Saison: Kiosk-Betreiberin Melanie Kurth-Hildebrandt, Zweckverbandsvertreter Bernd Knöchelmann und Bootsverleih-Betreiber Ulrich Jung.
Seeburg

Nach dem katastrophalen Saisonverlauf im Vorjahr hofft Seeburgs Bürgermeister Martin Bereszynski (CDU) auf eine „ruhige, sichere, sonnige und entspannte Saison“ für das Naturschwimmbad der Gemeinde und die Freizeiteinrichtungen am See. Im vergangenen Jahr war es zu erheblichen Einschränkungen durch die Fortsetzung der Suche nach Munition aus dem zweiten Weltkrieg, die Sturmschäden im Juni und die Blaualgen-Plage mit Badeverbot  im Spätsommer gekommen. Davon nicht einschüchtern lässt sich Melanie Kurth-Hildebrandt, die als Pächterin im vergangenen Jahr den Kiosk am See übernommen, jetzt einen Dreijahresvertrag abgeschlossen hat und noch Aushilfen sucht: „Wir lassen uns nicht unterkriegen.“ Nach dem Kiosk-Einbruch im November hat die Gemeinde die Fenster erneuert. Für den Pavillon wurde mit Pächterbeteiligung ein Windschutz angeschafft, der bei Bedarf entfernt werden kann.

Einen Fünfjahresvertrag mit dem Zweckverband Seeburger See abgeschlossen haben der Desingeröder Ulrich Jung und seine Tochter Kathrin, die im vergangenen Jahr den Bootsverleih übernommen haben. Die Bootsflotte wird inzwischen von grünen Kunststoff-Tretbooten dominiert, die die nostalgischen Holz-Ruderboote abgelöst haben, einfacher zu lenken und wesentlich pflegeleichter sind. Vier weitere Tretboote wurden für die neue Saison angeschafft, im Gegenzug Ruderboote ausgemustert. Jetzt gibt es nur noch drei Holzboote, die mit bis zu sieben Personen bemannt werden können. „Die machen mehr Arbeit als alle anderen“, sagt Jung. Die Zahl der Leihboote im Naturschutzgebiet Seeburger See ist auf 30 begrenzt, die Obergrenze erreicht. Zur Flotte gehören weiterhin auch die beiden behindertengerechten Paraboote.

Parkautomat als Spendenbox

Die Saisonvorbereitungen im Naturschwimmbad, für das wieder die DLRG Eichsfeld die Badeaufsicht übernimmt, beschränken sich in diesem Jahr auf kleinere Instandsetzungsarbeiten und das Auswechseln des Sandstreifens am Ufersaum. Bis Ende Mai abgeschlossen werden soll die Sanierung des innerörtlichen See-Parkplatzes, eine Zufahrt zum See während der Bauphase gewährleistet bleiben. Parkgebühren werden auch künftig nicht erhoben. Bereszynski appelliert aber an alle Seebesucher, den weiterhin funktionsfähigen Parkautomaten als Spendenautomat zu nutzen und dort freiwillig Münzen einzuwerfen: „Wir müssen die touristische Infrastruktur in unserer kleinen Gemeinde aufrechterhalten.“ Im vergangenen Jahr wurde der Automat am Parkplatz immerhin mit mehr als 1200 Euro gefüttert.

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