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Radolfshausen Radolfshausen erhöht Gebühren nicht
Die Region Radolfshausen Radolfshausen erhöht Gebühren nicht
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17:58 28.09.2018
Zehn der elf Orte in der Samtgemeinde Rollshausen leiten ihr Schmutzwasser zur Kläranlage nach Rollshausen. Quelle: Niklas Richter
Radolfshausen

Die Samtgemeinde Radolfshausen hat Überschüsse erwirtschaftet bei der Betriebsergebnissen für die Schmutzwasser- und die Regenwasserbeseitigung. Trotz höherer Einnahmen sei aber das Bestattungswesen weiterhin nicht kostendeckend, erklärte Hendrik Seebode, Fachbereichsleiter Bauen und Ordnung.

„Wir sind gehalten die Überschüsse binnen drei Jahren abzubauen“, sagte Seebode. Dazu gebe es zwei Möglichkeiten. Entweder könne die Samtgemeinde die Gebühren senken oder sie könne das Geld sinnvoll einsetzen und die Ausgaben erhöhen. Die Entscheidung, wie die Überschüsse abgebaut werden sollen , ist in der Sitzung des Rates der Samtgemeinde gefallen. Die Gebühren sollen auch im Kalkulationszeitraum 2019 bis 2021 unverändert bleiben, beim Schmutzwasser bei 2,55 Euro pro Kubikmeter und beim Regenwasser bei 0,30 Euro pro Quadratmeter versiegelter Fläche.

Unterhaltung der Kanalnetze

„Wir werden uns um die Unterhaltung der Kanalnetze kümmern“, erklärte Seebode. Im Regenwasserbereich werde erst mit den Untersuchungen begonnen, so der Fachbereichsleiter. Das Kanalsystem werde noch in Ordnung sein, doch sei es an der Zeit, bewusst einzugreifen, bevor es zu spät sei. So seien manche Hausanschlüsse in den 1950er- und 60er-Jahren von den Bauherren selbst übernommen worden. An manchen Stellen seien die Rohre nur eingesteckt und würden nicht bündig abschließen. An anderen Stellen seien die Rohre zum Teil abgesackt. „Wenn dort das Wasser steht, kann grundsätzlich weniger abgeführt werden“, erläuterte Seebode. Das sei dann besonders bei Starkregenereignissen ein Problem. Ebenso sei es ein Problem, wenn Wurzelwerk in das Rohr eingewachsen sei. „Sobald ein Hindernis auftritt, kann das Rohr verstopfen.“ Es sei noch keine Panik angesagt, doch es bestehe Handlungsbedarf.

Im Bereich des Schmutzwassers werde das Kanalsystem hauptsächlich über den Abwasserverband Seeburger See bewirtschaftet. Einzig Holzerode liege geografisch so, dass das Abwasser nicht über das natürliche Gefälle nach Rollshausen geleitet werden könne, sondern nach Katlenburg-Lindau abfließe. „Deshalb ist Holzerode der einzige Ort, in dem sich die Samtgemeinde um die Kanäle kümmert.“ Für die kommenden Jahre seien bereits umfangreiche Untersuchungen an den Schmutzwasserkanälen in Holzerode festgelegt worden. Nach den Untersuchungen und Sanierungen der Hauptkanäle sollen nun insbesondere auch die Hausanschlüsse und Übergabeschächte kontrolliert und gegebenenfalls saniert werden, um die Aufnahme von Fremdwasser zu vermeiden.

Keine Kostendeckung

Im Bereich des Bestattungswesen könne die Samtgemeinde auch nach der neuen Friedhofsgebührensatzung und entsprechend kalkulierten Gebührentarif keine Kostendeckung erreichen. Zwar konnten die Einnahmen 2016 im Vergleich zum Vorjahr um 60 Prozent und 2017 noch einmal um zehn Prozent gesteigert werden, doch das resultiere auch aus einer außergewöhnlich hohen Nachfrage. Allerdings sei die fehlende Kostendeckung im Bereich des Friedhofswesens akzeptabel und zulässig, so Seebode. Die Anpassung der Gebühren, sowie auch der neuen und variablen Nutzungsarten und Bestattungsformen werde aber durch das Ergebnis bestätigt.

Von Rüdiger Franke

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