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Radolfshausen Schulden weiter abgebaut
Die Region Radolfshausen Schulden weiter abgebaut
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00:18 10.12.2016
Quelle: Franke
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Ebergötzen

„Wir haben zwar keinen ausgeglichenen Haushalt“, erklärte Jurgeleit den Gemeinderatsmitgliedern, „sind aber trotzdem ausreichend liquide, um wirtschaften zu können.“ Der Bürgermeister rechnet zum Jahresende mit einem Kontostand von rund 500 000 Euro. Auch im Finanzhaushalt falle das Saldo aus Einzahlungen und Auszahlungen mit 74 600 Euro gegenüber der ursprünglichen Planung um 59 600 Euro niedriger aus.

Fehlbetrag abgedeckt

Verwaltungsvertreterin Hiltrud Bartus-Deutsch erläuterte, dass wegen der Überschussrücklage von rund 800 000 Euro der vergangenen Jahre (759 573,32 Euro bis 2014) trotz unausgeglichenen Ergebnishaushaltes noch kein Haushaltssicherungskonzept erstellt werden müsse, da der Fehlbetrag durch die Überschüsse abgedeckt werden könne. Das gelte auch für prognostizierte Fehlbeträge der Folgejahre 2017 bis 2019, wobei die Steuererträge für die drei Jahre eher zurückhaltend geplant seien.

Die Verschuldung konnte die Gemeinde nach Angaben von Bartus-Deutsch nach der neuverschuldung in den Jahren 2009 bis 2011 und dem Höchststand von 917 240 Euro zum 31. Dezember 2011 in den vergangenen Jahren stetig abbauen. So kann der Schuldenstand von 762 065 Euro (31. Dezember 2015) zum Jahresende auf geschätzte 692 435 Euro gesenkt werden.

Außerordentliche Sondertilgungen

Das entspricht einem der Pro-Kopf-Verschuldung von 397 auf 356 Euro. Zum Höchststand 2011 waren es noch 472 Euro. Einigkeit besteht bei allen Handelnden, dass die nächsten Jahre zur konsequenten Schuldenkonsolidierung genutzt werden sollen. Für 2016 sei daher erneut keine weitere Kreditaufnahme vorgesehen, so Jurgeleit. Darüber hinaus plane die Gemeinde neben der ordentlichen Tilgungsleistung von 25 200 Euro auch außerordentliche Sondertilgungen im Jahr 2016 von 44 500 Euro sowie in den Folgejahren 2017 bis 2019 in Höhe von insgesamt 96 000 Euro.

Insgesamt sieht Jurgeleit auch für die kommenden Jahre eine positive Entwicklung. So könne davon ausgegangen werden, „dass mit einer weiteren Verstetigung der positiven Wirtschaftsentwicklung auch die Steuereinzahlungen der Kommunen tendenziell weiter steigen werden“. Dadurch werde sich auch die finanzielle Situation der Gemeinde weiter verbessern.

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