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Radolfshausen LED rund um den See
Die Region Radolfshausen LED rund um den See
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00:17 30.10.2016
Von Kuno Mahnkopf
Neue Straßenbeleuchtung (v. l.): Axel Fette, Leiter Netzregion Göttingen der EAM, Bürgermeister Harald Finke sowie Hans-Heiner Ulbrich von Energienetz Mitte (EAM). Quelle: NR
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Seeburg

Seit März hat die EAM-Tochter EnergieNetz Mitte 188 Lampen in den beiden Seeorten umgerüstet – von den historisierten Glockenlampen in der Ortsdurchfahrt und den Neubaugebieten bis zu den Peitschenlampen an Kreuzungen. Bei den Glockenlampen wurden Leuchtmittel und Elektrik erneuert, ansonsten die Lampenköpfe komplett ausgetauscht, berichtet Regiomeister Hans Heiner Ulbrich, der selbst in Seeburg wohnt.

„Die LED-Leuchten haben eine Lebensdauer von 100 000 Brennstunden. Das entspricht einem Ganznachtsbetrieb von rund 25 Jahren“, sagt Axel Fette als Netzregionsleiter der EAM (Elektrizität aus der Mitte), die auch seit vielen Jahren Netzbetreiber am See ist und bei der Ausschreibung den Auftrag zur Modernisierung bekommen hat.

„Es hat etwas länger gedauert, ist aber auch durch die Marktentwicklung günstiger geworden“, erklärt Seeburgs Bürgermeister Harald Finke (CDU) und verweist auf mehr als 70 Prozent Energieeinsparung. Statt der ursprünglich veranschlagten 130 000 Euro musste die Gemeinde für die Modernisierung der Straßenbeleuchtung nur rund 110 000 Euro investieren. Das ließ Spielraum, um nach einer Standsicherheitsprüfung auch für rund 10 000 Euro 15 marode Masten auszuwechseln. Das war nicht in der Ausschreibung enthalten.

Die jährlichen Stromkosten für die Straßenbeleuchtung der Doppelgemeinde sinken durch die Umrüstung auf LED-Technik von rund 13 000 auf 3500 Euro. Auch die langen Wartungsintervalle von zehn Jahren würden die Gemeinde finanziell entlasten, merkt Ulbrich an. Zudem werden nach Angaben der EAM jährlich rund 25000 Kilogramm Kohlendioxid, über die gesamte Lebensdauer der Leuchten 625 Tonnen Kohlendioxid eingespart. Zuvor waren in Seeburg und Bernshausen überall Quecksilber-Dampflampen im Einsatz. Die sind aber bei einem Austausch nicht mehr zulässig und dürfen auch nicht mehr produziert werden.

Das Eichsfeld 
steigt um

Und es ward LED: Mit sinkenden Umstellungskosten schreitet die Strom sparende Modernisierung der Straßenbeleuchtung im Eichsfeld fort. „In Duderstadt gibt es nur noch rund 100 Energiefresser“, sagt Ulrich Werner von der Stadtverwaltung. 1615 der 3600 Straßenlampen sind bis zum Frühjahr auf LED umgerüstet worden, weitere bereits in den Vorjahren auf Energiesparbirnen und ebenfalls energieeffiziente Natriumdampf-Hochdruckleuchten. Die spenden auch in Rüdershausen seit fünf Jahren gelbliches Licht.

Ganz oder größtenteils auf LED umgestiegen sind in der Samtgemeinde Gieboldehausen nach Angaben von Bauamtsleiter Klaus-Dieter Grobecker bislang Rollshausen, Germershausen und Bodensee. Bilshausen stehe in den Startlöchern, in Gieboldehausen und weiteren Orten seien noch Energiesparbirnen und andere Leuchtmitel im Einsatz. In der Samtgemeinde Radolfshausen seien bislang Potzwenden, Seeburg und Bernshausen mit LED ausgestattet, sagt Hauptamtsleiter Frank Wilde. Alle Gemeinden hätten aber die Absicht, schrittweise umzusteigen.

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