Menü
Göttinger Tageblatt / Eichsfelder Tageblatt | Ihre Zeitung aus Göttingen
Anmelden
Radolfshausen Mit E-Carsharing zum Einkaufen?
Die Region Radolfshausen Mit E-Carsharing zum Einkaufen?
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:19 10.04.2018
Aufladestation für Elektroautos (Symbolbild) Quelle: imago/Christian Ohde
Anzeige
Landkreis

Beim Wettbewerb „Unser Dorf fährt elektrisch“ geht es – anders als bei bisherigen Pilotprojekten – explizit um Konzepte mit realistischen Grundannahmen, die einen wirtschaftlichen Betrieb ermöglichen, heißt es in der Ankündigung. Bis September sollen die 25 teilnehmenden Orte Modelle entwickeln, wie bei ihnen E-Autos gemeinsam genutzt werden könnten. Gewinnen sie, winken Fördergelder und Hilfe beim Aufbau der Ladeinfrastruktur.

Der Wettbewerb ist in Bremke allerdings vorerst in den Hintergrund gerückt: Losgelöst vom Thema E-Mobilität wolle die Arbeitsgruppe zunächst ergründen, wie groß überhaupt der Bedarf an Carsharing im Ort sei, berichtet Ortsbürgermeisterin Karin Jürgens. Denn angesichts des Wettbewerbs hätten zuletzt Fragen über E-Autos im Vordergrund gestanden – die gemeinsame Nutzung hingegen sei weniger zentral gewesen.

Skepsis auch in Waake

Eine gewisse Skepsis bezüglich des E-Carsharings war auch in Waake zu beobachten, als Bürgermeister Johann-Karl Vietor (CDU) bei der jüngsten Dorfversammlung seine Pläne für den Wettbewerb vorstellte. Die Vorteile liegen für ihn auf der Hand: Führen die Waaker beispielsweise zum Einkaufen nach Ebergötzen, koste das pro Einkauf etwa 3,20 Euro, erklärte er. „Und das Gute ist: Sie sind nicht vom ÖPNV abhängig“, so Vietor weiter.

Trotzdem hegten einige Besucher bei der Dorfversammlung Zweifel an der Praktikabilität: Wie sich der Zugriff auf die Schlüssel regeln lasse, fragten eine Waakerin. Andere wollten wissen, inwiefern es Probleme mit der Sauberkeit der Fahrzeuge geben könnte. Und auch Bedenken bezüglich der Reichweite der Fahrzeuge hatten einige.

Vieles lässt sich regeln

Erstgenanntes lasse sich mittlerweile mithilfe eines Schlüsseltresors, der per Smartphone geöffnet wird, regeln, so Vietor. Die Sauberkeit der Fahrzeuge sei bei anderen Carsharing-Projekten selten ein Problem. Und neuere E-Autos hätten ihm zufolge ausreichend Reichweite für viele Touren hintereinander.

Größere Sorgen machte den Interessenten, dass die Nutzer des Fahrzeugs bei dem von Vietor vorgeschlagenen Modell einen Betreiberverein gründen müssten. Dabei ging es einerseits um die Haftung bei Unfällen, andererseits um die Frage, wer für die Kosten aufkomme, sollten Vereinsmitglieder austreten und somit Löcher in die Kassen reissen.

Natürlich würden nicht die Vereinsmitglieder haften, entgegnete Vietor. Auch der Vorstand sei, sofern er nicht grob fahrlässig handele, nicht haftbar, erklärte der Bürgermeister weiter. Bedenken bezüglich des Aufwands einer Vereinsgründung trat er ebenfalls entgegen und bot an, dabei zu helfen.

In Waake hat sich deshalb ebenfalls eine Arbeitsgruppe gegründet, die den Vorschlag ausarbeiten und um Interessenten werben will. An diesen mangelt es bisher. Vietor zufolge haben sich bisher erst 20 der notwendigen 40 potentiellen Nutzer gefunden.

Informationsveranstaltung in Krebeck

Info: Über den Wettbewerb „Unser Dorf fährt elektrisch“ will der Landkreis am Montag, 9. April, in Krebeck informieren. Dabei ist ab 17 Uhr am Bürgerhaus eine Vorführung verschiedener E-Autos geplant, auch Informationen zu den Kosten soll es geben.

Ab 18.30 Uhr informieren mehrere Referenten im Bürgerhaus über mögliche rechtliche Rahmenbedingungen, die notwendige Technik und den weiteren Verlauf des Wettbewerbs.

Von Christoph Höland

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Ein Sprinterfahrer ist am Sonnabend auf der B27 in den Gegenverkehr geraten. Drei Frauen wurden bei dem Unfall verletzt.

02.04.2018

Nicht nur beim Poetry-Slam wird die klassisch-literarische Gattung Lyrik entstaubt. Um heutzutage Dichtkunst unters Volk zu bringen, haben einige Poeten neue Wege beschritten. Wer zum Beispiel ein Gedicht von Simon Heiner lesen will, kann das frisch gedruckt aus dem Literatomaten bekommen.

03.04.2018

Eine Wiederholung ihres Volvo­treffens in Landolfshausen organisieren Matthias Broderius und Hans Töllner. Am 21. April sollen aber auch Oldtimer anderer Marken zu sehen sein. Das Duo erwartet mehr als 100 Fahrzeuge. „Das älteste ist vermutlich ein Opel P4 aus den 1930er-Jahren“, erzählt Broderius.

30.03.2018
Anzeige