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Radolfshausen Zweite Krippengruppe kommt
Die Region Radolfshausen Zweite Krippengruppe kommt
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00:23 16.03.2019
So sollen die Räumlichkeiten der um eine Gruppe erweiterten Kinderkrippe in Ebergötzen aussehen. Quelle: Architekturbüro Bringmann
Ebergötzen

Noch im Sommer vergangenen Jahres hatte Verwaltungsvertreterin Hiltrud Bartus-Deutsch gegenüber dem Gemeinderat Ebergötzen berichtet, dass im Kindergartenjahr 2018/2019 kein Anlass für Bauarbeiten am Max-und-Moritz-Kindergarten bestehe. Wenige Monate später hat sich herausgestellt, dass eine weitere Krippengruppe eingerichtet werden muss, will man allen Elternanfragen nachkommen. „Der Umstand, dass eine neue Krippengruppe entstehen muss, ist erst seit etwa November aufgrund der Anmeldesituation erkennbar“, schrieb Bartus-Deutsch in der Beratungsvorlage für den Ausschuss für Jugend und Sport der Gemeinde Ebergötzen.

Zum 1. Dezember 2019 wurden 23 Kinder verbindlich in der Krippe angemeldet, elf davon unter zwei Jahre alt, wie Bartus-Deutsch ausführte. Damit hätten bei Betrieb von nur einer Krippengruppe nur zwölf Kinder aufgenommen werden können. Zwei weitere Kinder kommen bis April 2020 noch hinzu, „so dass wir dann 25 Kinder in den beiden Gruppen haben werden“, erläuterte die Verwaltungsvertreterin. Indem die Gemeinde eine weitere Krippengruppe im Max-und-Moritz-Kindergarten schafft, können dann bis zu 29 Kinder betreut werden.

Kauf des Pfarrhauses „eine gute Investition“

Der Fachausschuss hatte am Dienstagabend das Thema auf der Tagesordnung der öffentlichen Sitzung und eine Reihe von Eltern hörte zu, als Architekt Gregor Bringmann vom gleichnamigen Architekturbüro seine Vorschläge für das Projekt unterbreitete. Die neue Krippengruppe soll im Erdgeschoss des Altbaus eingerichtet werden. Dafür werde das Büro der Kindergartenleitung ins benachbarte Pfarrhaus verlegt, das die Gemeinde im vergangenen Jahr gekauft hatte. „Das war eine gute Investition, wie sich jetzt herausstellt“, sagte Ebergötzens Bürgermeister Detlev Jurgeleit (SPD). Und auch Ausschussvorsitzender Jan Bährens (SPD) war froh, dass durch den Immobilienkauf jetzt so schnell auf den gestiegenen Betreuungsbedarf reagiert werden könne.

Fördertopf nach zwei Monaten überzeichnet

Dass die zweite Krippengruppe eingerichtet werden soll, wurde fraktionsübergreifend bekräftigt. „Wir wollen das auf jeden Fall machen“, sagte Bährens, auch auf die Gefahr hin, dass die Gemeinde möglicherweise die Kosten alleine schultern muss. Denn der im Januar 2019 vom Land aufgelegte und bis 2020 vorgesehene Fördertopf sei jetzt schon überzeichnet. Die Gemeinde Ebergötzen hat dennoch für ihr Projekt mit einem Kostenvolumen von 130000 Euro einen Förderantrag gestellt und erhofft sich eine Förderung in Höhe von 92 Prozent. Die Landesschulbehörde habe grundsätzlich Fördermittel zugesagt, „wir wissen aber nicht ob sie wirklich fließen“, so Jurgeleit. Bährens setzt auf die Politik, insbesondere die Landtagsabgeordneten, dass der Fördertopf wieder gefüllt werde.

Erlebnislandschaft auf mehreren Ebenen

Der neue Gruppenraum links vom Eingang soll in Form einer „Erlebnislandschaft auf mehreren Ebenen“ eingerichtet werden, so der Architekt und nennt beispielhaft eine Krabbelrampe, Höhlen und eine Schatzkiste. Gegenüber soll im bisherigen Büro ein Schlaferlebnisraum entstehen – auch diesen plant Bringmann mit mehreren Ebenen. Schließlich ist ein Umbau der Sanitäranlagen vorgesehen. Dort soll auch ein Wickeltisch Platz finden. Bei den Ausschussmitgliedern und den Eltern im Zuhörerraum kam die Planung den Worten Jurgeleits zufolge gut an. Die Gemeinde wolle zudem in die schon etwas ältere Ausstattung der bestehenden Krippengruppe im Obergeschoss investieren, kündigte der Bürgermeister an. Bis dahin werde die Kindergartenleitung darauf achten, dass alle Kinder in den Genuss der neuen Räume kommen, so Jurgeleit.

Im Artikel wurde die Summe des Kostenvolumens korrigiert.

Von Britta Eichner-Ramm

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