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Rosdorf Ehepaar Scholle feiert Eiserne Hochzeit
Die Region Rosdorf Ehepaar Scholle feiert Eiserne Hochzeit
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05:31 09.05.2018
Seit 65 Jahren ist das Ehepaar Scholle verheiratet. Quelle: Foto: Habermann
Göttingen

Helmut Scholle stammt aus Sattenhausen. Der 87-Jährige lebt heute noch in dem Haus seiner Eltern, das er umgebaut hat. Ruth Scholle kam im Alter von zehn Jahren aus Braunschweig in den Ort, das war 1944. Nach dem Tod des Vater zog die kinderreiche Familie nach Sattenhausen, woher die Mutter Scholles stammte.

„Wir sind hier schon zusammen zur Dorfschule gegangen“, sagt Helmut Scholle. Schon als Schulkind kümmerte sich Ruth Scholle um die blinde Mutter ihres zukünftigen Ehemannes und ging mit ihr spazieren. Während einer Tanzveranstaltung zu Himmelfahrt im Saal von Himmigerode kamen sich die beiden näher. Ruth Scholle ließ sich dabei auf ein Wagnis ein – und sie wollte helfen.

„Meine Mutter war blind. Meine Schwester ist nach Kanada ausgewandert und ich war allein“, erklärt Helmut Scholle seine Situation damals. Er musste arbeiten. „Früher war das nicht so, dass ich einfach so hier herziehen konnte. Da mussten wir ja verheiratet sein“, sagt die Ehefrau. Also wurde geheiratet. Am 9. Mai 1953 war die standesamtliche Trauung, am Tag danach die kirchliche Hochzeit. Da war Ruth Scholle noch nicht 18 Jahre alt. Sie hatte aber das Einverständnis der Mutter.

Helmut Scholle arbeitete fünf Jahre als Bauarbeiter, er verdiente 97 Pfennig die Stunde. Für die Raiffeisenbank arbeitete er auf dem Feld, drosch Korn und fuhr Kohle. Seit 1965 war er bei der Müllabfuhr des Landkreises und später für das Stadtreinigungsamt Göttingen tätig. „Wir hatten auch eine Landwirtschaft hier. Neun Acker. Wir besaßen vier Kühe und zehn Säue. Das war viel Arbeit“, erklärt Helmut Scholle.

„Wir hatten auch mal Meinungsverschiedenheiten“, sagt Ruth Scholle. „Man muss zu Kompromissen bereit sein und sich bei allem absprechen“, fügt die 83-jährige hinzu. Das Ehepaar ist viel zusammen gereist, an den Bodensee und nach Sylt. Mit dem VfB Sattenhausen waren sie in England, Rom, Holland und in Schweden. „Als Sattenhäuser Urgesteine kann man uns bezeichnen“, erklärt der Ehemann. Der Ort habe sich verändert „Wir haben keine Sparkasse mehr und keine Post“, erklärt Ruth Scholle. Für viele Erledigungen müssten die beiden nun nach Rittmarshausen. Ihre Kinder wohnen im Ort, der älteste Sohn lebt nebenan. „Die kommen am 10. Mai zu Besuch“, sagt Ruth Scholle. Das Ehepaar hat eine Tochter und drei Söhne, neun Großkinder und vier Urgroßkinder.

Von Julian Habermann

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