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Rosdorf 100 Jugendliche im Museum
Die Region Rosdorf 100 Jugendliche im Museum
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21:29 04.02.2017
Quelle: ms
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Rosdorf/Friedland

Samah Al Jundi-Pfaff führt die Gruppen durch das Museum und über das benachbarte Grenzdurchgangslager. Sie zeigt ihnen die Exponate, Fotos und laufenden Bilder, die vom Leben auf der Flucht erzählen. Und sie berichtet aus ihrem eigenen Leben. Für viele ihrer Zuhörer sind die Geschichten über Flucht und Vertreibung neu. Für die Grenzen und Konflikte vergangener Tage sind sie zu jung. Einige kennen die Themen bestenfalls aus dem Schulunterricht.
"Aber hier wird das viel greifbarer", sagt Jasmin nach der etwa eineinhalbstündigen Führung. Man fühle sich plötzlich sehr nah dran, ergänzt Marie. "Man kann sich richtig einfühlen", sagt Nuri, "es sich aber nicht hundertprozentig vorstellen." Während die Rosdorfer Kinder in den vergangenen Jahren die jüngsten Flüchtlingswellen auch durch die Belegung der Rosdorfer Sporthallen vor Ort miterlebt haben, sei das Thema für die tschechischen Gäste völlig neu, erklärt Werner Wiedekamp vom Partnerschaftsverein. Er erlebe aber, dass sie durchaus offen für neue Eindrücke seien.
Der aktuelle dreitägige Besuch ist von den Rosdorfer Handballern organisiert. Sie waren es, die 1968 die Partnerschaft auf den Weg gebracht haben. Im nächsten Jahr wird 50. Bestehen gefeiert. Die wechselseitigen Besuche des Sportnachwuchses gibt es seit den 80ern. Und sie seien für die Zukunft der Partnerschaft extrem wichtig, sagt Wiedekamp: "Wenn wir alten Köppe mal nicht mehr da sind."
In der Anne-Frank-Turnhalle, wo bis vor eineinhalb Jahren auch Flüchtlinge untergebracht waren, schlafen jetzt die 100 Handballkinder. Die Verständigung liefe auf Englisch, erzählt Projektleiter Carsten Koch. Berührungsängste gibt es kaum. Das bestätigen auch Jasmin und Nuri: "Alles ganz entspannt." Das Programm sah neben dem Museumsbesuch auch eine Fahrt zum Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), zum Badeparadies und zum Hochschulsport vor. Um der Förderung durch den Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds und die EU gerecht zu werden, versuche man möglichst vielfältig zu planen, so Koch.
Im Zentrum stehe aber natürlich der Handball. Beim aktuellen Treffen genauso wie auch bei der Partnerschaft zwischen Rosdorf und Zubri.

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