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Rosdorf Start der Rübenkampagne mit neuen Rodern
Die Region Rosdorf Start der Rübenkampagne mit neuen Rodern
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00:20 08.09.2017
Beginn der Rübenkampagne beim Maschinenring Göttingen Quelle: Rüdiger Franke
Rosdorf

Zwei Panther und zwei Tiger hat der Maschinenring erworben, um für die Rübenernte gerüstet zu sein. Die neuen Roder mit den Raubkatzennamen sind ab sofort im Einsatz. „Von unserer Flotte haben wir nur einen Tiger behalten“, sagt Hampe. Mit den fünf Rodern betreut der Maschinenring die EGW Rodegesellschaft. „Wir roden in diesem Jahr etwa eine Fläche von 3700 Hektar“, so Hampe weiter. Insgesamt würden die Rüben von rund 250 Landwirten aus der Erde geholt, verteilt auf fünf Bundesländer. „Der Schwerpunkt liegt im Landkreis Göttingen“, sagt der Geschäftsführer. Dann gebe es noch größere Flächen im hessischen Werra-Meißner-Kreis. „In Thüringen, Sachsen-Anhalt und Nordrhein-Westfalen betreuen wir eher kleine Flächen.“

„Wir haben die neuen Fahrzeuge angeschafft, weil unter anderem die Motoren eine größere Leistung liefern“, sagt Hampe und hebt auch den technischen Fortschritt hervor. Der Dreiachser mit dem Namen Tiger 6 wird von einem Volvo-Motor mit 768 PS angetrieben, der zweiachsige Panther von einem Mercedes-Motor mit 530 PS. Zudem seien zum Beispiel durch gefederte Fahrwerke die Haltbarkeit und der Fahrkomfort gestiegen. „Die Leistungsfähigkeit wurde auch verbessert“, so Hampe. So könne ein Rübenroder bei optimalen Bedingungen zum Beispiel auf trockenen Lehmböden einen bis eineinhalb Hektar pro Stunde abernten. In 24 Stunden seien also etwa 25 Hektar machbar. Auf schwierigem Gelände wie nassen Tonböden falle die Leistung entsprechend geringer aus.

Ab 10. Oktober rund um die Uhr im Einsatz

Zu Beginn der Kampagne gebe es seitens der Fabriken einen Abfuhrplan, erklärt Hampe. Um die Zeit zwischen Rodung und Abtransport möglichst gering zu halten, werde deshalb zunächst nur soviel gerodet, wie auch transportiert werde. Die Zeitspanne werde später aber größer, sagt der Geschäftsführer, denn die Rodung dauere bis Mitte November, der Transport bis Mitte / Ende Januar. 30 Fahrer sind für den Maschinenring im Einsatz. In den kommenden Wochen werden sie sich an der Transportmenge orientieren. Ab etwa 10. Oktober werden sie dann im Wechsel dafür sorgen, dass die Roder für etwa einen Monat rund um die Uhr im Einsatz sind.

Beginn der Rübenkampagne beim Maschinenring Göttingen

Die Rübenroder seien technisch für alle Schritte der Rübenernte ausgerüstet, erklärt Hampe. Vorn würden zunächst die Blätter abgeschlegelt. Danach sorge der Nachköpfer für einen sauberen Schnitt, indem er den Strunk vom Körper abtrennt. „Die Rodeschare heben die Rübe dann aus dem Boden und legen sie dann auf den Walzenreinigungsgang“, so Hampe. Die Walzen transportieren die Rüben nach hinten und sieben die erste Erde ab. Drei Siebsterne reinigen die Rübe im Anschluss ehe sie über den Elevator in den Bunker befördert werden. Dort kann der Panther 28 Kubikmeter Rüben sammeln, der Tiger sogar 43 Kubikmeter.

„Wir erwarten in diesem Jahr eine gigantische Rüben- und Maisernte“

„Wir erwarten in diesem Jahr eine gigantische Rüben- und Maisernte“, sagt der Geschäftsführer. Während die Ernten beim Raps unterdurchschnittlich und beim Getreide bestenfalls durchschnittlich ausgefallen seien, sei das Wetter für einen guten Wuchs bei Rüben und Mais gesorgt, da diese viel Wasser benötigen. Andererseits habe die Sonne dafür gesorgt, dass der Zuckerwert bei 16 bis 18 Prozent liege. „Wir gehen davon aus, dass wir etwa 200000 Tonnen Zuckerrüben zu reinigen und abtransportieren haben“, sagt Hampe. Während die ersten Rüben für Bioenergie genutzt würden, beginne dann am 11. September die Kampagne mit den Biorüben, von denen 1800 Tonnen nach Schladen ins Nordzuckerwerk gefahren werden. Im Anschluss folge dann die konventionelle Rübenkampagne.

Abladen der geernteten Rüben Quelle: Rüdiger Franke

Von Rüdiger Franke

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