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Rosdorf Anlieger-Ärger über Straßensanierung
Die Region Rosdorf Anlieger-Ärger über Straßensanierung
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00:17 14.01.2017
Die mit Abstand "schlechteste Straße" wird saniert. Quelle: Hinzmann
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Rosdorf

Die Alte Heerstraße, sagt Karsten Rindermann von der Rosdorfer Gemeindeverwaltung, „ist die mit Abstand schlechteste Straße der Gemeinde“. Für 1,33 Millionen Euro wird die Gemeinde die Parallelstraße zur Ortsdurchfahrt in diesem Jahr sanieren – einschließlich neuer Leitungen für Wasser und Abwasser. Die Pläne dafür, erklärt Rindermann, liegen bereits seit drei Jahren in der Schublade.

Die geplante Totalerneuerung bringt einige Einwohner auf die Palme. Wenn in den vergangenen Jahren Frostschäden rechtzeitig behoben und Baugruben ordentlich verschlossen worden wären, heißt es in einem Schreiben „vieler anonym bleibender Eigentümer“, wäre ein Neuaufbau der Straße gar nicht notwendig geworden: „Die Gemeinde hat es damit allein zu verantworten, dass eine Abschleifung der Teerdecke und für die Anlieger kostenfreie Sanierung nun nicht mehr möglich ist.“ Und: „Zusätzlich sollen Parkbuchten, die in einem Dorf mit großen Grundstücken unnütz sind, geplant sein, die natürlich auch wieder die Anlieger bezahlen sollen.“

Die Verfasser des anonymen Schreibens rechnen mit Anliegerbeiträgen in Höhe von 7000 bis 12000 Euro. Das sei „ungerecht“ im Vergleich zur Behandlung der Anlieger der parallel verlaufenden Sohnreystraße, „die in einem noch guten Zustand war“, aber für die Anlieger kostenfrei mit einer neuen Teerdecke versehen wurde. Weil dort der bisherige Bürgermeister wohnt, liege hier sogar „Korruptionsverdacht“ vor.

Falsch gedacht, sagt Rosdorfs Bürgermeister Sören Steinberg (SPD). Anders als die Sohnreystraße sei die Alte Heerstraße im Untergrund „total marode“, eine nur oberflächliche Sanierung nütze gar nichts. Und Verwaltungsmitarbeiter Rindermann versichert, die Fahrbahndecke der Alten Heerstraße sei immer wieder ausgebessert worden.

Eine Grundsanierung müsse laut Gesetzeslage von den Anliegern finanziell mitgetragen werden, erläutert Steinberg. Aufgrund der Haushaltslage könne die Gemeinde auf die Umlegebeiträge nicht verzichten. Die Beitragssätze, erklärt Rindermann, betrügen zwischen 50 und 70 Prozent der reinen Straßenbaukosten. Die Kosten für neue Kanäle hingegen dürften nicht umgelegt werden.

Die Gemeindeverwaltung hat für Mittwoch 18. Januar, eine Anlieger-Anhörung geplant, bei der alle Einwände vorgetragen können. Sie beginnt um 18.30 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus, Sahlbachwinkel 3.

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