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Rosdorf Neue Krippengruppe in Obernjesa
Die Region Rosdorf Neue Krippengruppe in Obernjesa
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00:18 17.09.2017
Mit der neuen Krippengruppe „Sternchen“ in der Kita Obernjesa sind nun 15 Plätze für ein- bis dreijährige Kinder entstanden. Quelle: r
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Obernjesa

Mit der neuen Krippengruppe „Sternchen“ der evangelischen Kindertagesstätte Obernjesa sind nun 15 Plätze für ein- bis dreijährige Kinder entstanden.

Zunächst war in dem Altbau, der der Gemeinde Rosdorf gehört, ein Kindergarten untergebracht. Dann entstanden ein Hort und schließlich auch eine Krippe. Die ev.-luth. Kita Obernjesa „hat sich Stück für Stück entwickelt“, so Tina Linne, Gruppenleiterin in der Krippe. Nun biete sich für diese die Möglichkeit, auch Kinder zwischen eins und zwölf Jahren aufzunehmen. „Wir haben uns riesig gefreut denn jetzt haben wir hier sozusagen ein Haus zum Großwerden. Man wächst mit den Etagen. Im Untergeschoss ist die Krippe, im Erdgeschoss der Kindergarten und im Obergeschoss der Hort“, so Linne.

„Individuelle Betreuung“

In ihrem Konzept legen Elke Göttert, Leiterin der Kindertagesstätte, und ihr Team besonderen Wert „auf die individuelle Betreuung jedes einzelnen Kindes“ und auf ein „familiäres Miteinander“. Ihre pädagogische Arbeit orientiert sich dabei an dem Ansatz Emmi Piklers, die die Bedeutung der Kommunikation mit Kindern sowie die der Persönlichkeit und Individualität jedes einzelnen Kindes hervorhob.

Mit der neuen Krippengruppe „Sternchen“ der Kita Obernjesa sind nun 15 Plätze für ein- bis dreijährige Kinder entstanden. Quelle: r

In der Kita Obernjesa bedeute dies für die Praxis beispielsweise, dass es keine einheitlichen Wickel- oder Schlafzeiten für die Kinder gebe, sondern auf die individuellen Bedürfnisse der Kinder geachtet werde. Möglich sei dies auch aufgrund der ausreichend zur Verfügung stehenden Fachkräfte. „Wenn ich sehe, dass ein Kind müde ist und fast schon beim Essen einschläft, bringe ich es nach dem Essen in den Schlafraum und warte, bis es eingeschlafen ist. Wenn es nicht einschlafen kann, lese ich zum Beispiel noch etwas vor“, so Linne. So baue sich das Vertrauen der Kinder zu den Erziehern auf, das Gefühl der Fremdheit klinge mit der Zeit ab. Dieses Gefühl des Fremdseins sei vor allem in den Eingewöhnungstagen spürbar.

Kind in „fremde Hände“ geben

Auch für die Eltern sei es ein schwieriger Schritt, ihr Kind in „fremde Hände“ zu geben, erklärte Göttert. „Wir versuchen aber, eng mit den Eltern zusammenzuarbeiten, feiern gemeinsam Feste, um ihnen auch untereinander Gelegenheit zu geben, sich kennenzulernen, miteinander ins Gespräch zu kommen und den Zusammenhalt zu stärken.“ Unterstützt werde dies auch durch Projekte Gemeinde.

Dadurch, dass sich sowohl Krippe, als auch Kindergarten und Hort in dem Gebäude befinden, kommen Kinder unterschiedlicher Altersgruppen in Kontakt. Teilweise kämen beispielsweise Hortkinder zu den jüngeren Kindern, um ihnen eine Geschichte vorzulesen. So würden sie nicht nur selbst das Lesen Üben, sondern auch den Kindergartenkindern eine Freude bereiten. Besonders schön sei diese Möglichkeit des gegenseitigen Besuchs für Geschwisterkinder. Die Begegnung mit älteren Kindern und das Kennenlernen der anderen Räumlichkeiten würden auch die Übergänge vom Krippen- zum Kindergartenbereich oder vom Kindergarten- zum Hortbereich für die Kinder erleichtern.

Die Ganztagskrippe ist von 7.30 bis 16 Uhr geöffnet. Sie wird von vier Fachkräften, darunter drei Erzieherinnen und eine Sozialassistentin, betreut. Außer einem Gruppenraum, einem Schlafraum und einem Wasch-und Pflegeraum gibt es hier weitere Funktionsräume sowie einen Bewegungsraum. Träger der Kindertagesstätte ist der „ev.-luth. Kindertagesstättenverband südliches Leinetal“.

Von Laura Brand

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