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Rosdorf Geruchsbelästigung durch Wartungsarbeiten
Die Region Rosdorf Geruchsbelästigung durch Wartungsarbeiten
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17:05 22.10.2018
Die Biogasanlage in Rosdorf musste gewartet werden. Quelle:  
Rosdorf

In den vergangenen Wochen ist es in Rosdorf vermehrt zu Geruchsbelästigungen aus der Biogasanlage gekommen. Anwohner berichten, dass dies seit mindestens Mitte September zu sei, und sie weder morgens noch abends die Fenster zum Lüften öffnen könnten.

Hoffen auf Besserung

Die extreme Geruchsbelästigung war nach Angaben der Anwohner Thema Nummer eins bei den Gesprächen innerhalb des Ortes. Der Geschäftsführer der Biogasanlage Jan Hampe bestätigt, dass es in den vergangenen Wochen zu einer stärken Geruchsbelästigung gekommen ist. Grund hierfür seien Wartungsarbeiten an den Gärbehältern gewesen. „Hier müssen wir vom Gesetz her alle fünf Jahre Reparatur-und Sanierungsarbeiten durchführen lassen“, erklärt Hampe. Damit verbunden sei auch das Öffnen der Dachhauben der Behälter, dass dann zu den Geruchsbelästigungen geführt habe. Die Behälter seien jetzt aber wieder geschlossen, und Hampe geht davon aus, dass der starke Geruch in den kommenden Tagen nachlasse. Er selbst sei am Montagmorgen in Rosdorf gewesen, und habe den Geruch als nicht mehr so stark empfunden. „Der Geruch war zuvor wirklich unangenehm“, gibt er den Einwohnern des Rosdorfer Altdorfs recht. Er habe sich deshalb auch bei allen Anwohnern, die sich direkt bei ihm gemeldet haben entschuldigt, und ihnen die Gründe für den vermehrten Geruch erklärt. „Es tut uns leid, dass es durch die Arbeiten an der Anlage zu Geruchsbelästigungen gekommen ist. Und wir hoffen, dass sich die Situation in den kommenden Tagen wieder verbessert“, sagt Hampe.

Situation im Auge behalten

Während der Arbeiten an der Anlage sei beispielsweise auch der Beton auf Schäden überprüft worden. Und auch die Technik innerhalb der Anlage sei genau unter die Lupe genommen worden. „Wir werden die Geruchssituation in den kommenden Wochen im Auge behalten, und hoffen, dass es wieder so wird, wie es vor den Arbeiten war“, sagt Hampe. Falls nicht, müsse geguckt werden, wie das Problem gelöst werden kann. Die Gesellschafter der Anlagen seien bemüht mehr zu machen, als notwendig und mit den Nachbarn der Anlage ein gutes Verhältnis zu haben. Beispielsweise auch während er Zeit der Maisernte, in der es immer ein höheres Verkehrsaufkommen rund um die Biogasanlage gebe. Karsten Rindermann von der Rosdorfer Gemeindeverwaltung betont, dass bereits bei Bau der Biogasanlage bekannt gewesen sei, dass an einer bestimmten Anzahl von Tagen im Jahr und bei bestimmten Wetterlagen mit Gerüchen aus der Biogasanlage zu rechnen sei. Annekathrin Köhler von den Göttinger Entsorgungsbetrieben (GEB) sagte, dass es bei den GEB derzeit keine Beschwerden wegen Geruchsbelästigungen aus dem Kompostwerk gebe, da vor Ort im Moment nur Baum- und Strauchschnitt kompostiert werde.

Emission wird vorher berechnet

Achim Hübner, Geschäftsführer des Landvolkes, berichtete, dass es immer mal wieder Beschwerden über Geruchsbelästigungen im Zusammenhang mit Landwirtschaft gebe. „Manchmal beruhen sie auf einem Fehlverhalten. Wenn beispielsweise ein Landwirt am Wochenende bei besten Grillwetter Gülle ausführt“, erklärt Hübner. Doch manchmal seien vorübergehende Geruchsbelästigungen, wie jetzt bei der Biogasanlage nicht vermeidbar. Generell trage die Biogasanlage sogar eher zur Verringerung von Gerüchen bei, und beispielsweise rieche es auf den einzelnen Höfen mittlerweile weniger als noch vor einigen Jahren. Hübner betonte, dass es bei starken Gerüchen wichtig sei, die Ursache dafür zu suchen, und wenn möglich und notwendig Gegenmaßnahmen zu ergreifen. „Generell gilt aber auch, dass eine gegenseitige Rücksichtnahme notwendig ist“, sagt Hübner. Bei einem dauerhaften Geruchsproblem durch eine Biogasanlage könne es sein, dass zusätzliche Umluftfilter eingebaut werden müssen. „Die Emissionen aus einer Anlage werden im Vorfeld genau prognostiziert“, sagt Hübner. Und nur, wenn die Werte überschritten werden, seien Maßnahmen wirklich erforderlich.

Von Vera Wölk

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