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Rosdorf Windenergie: Rosdorf nimmt zweiten Anlauf
Die Region Rosdorf Windenergie: Rosdorf nimmt zweiten Anlauf
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20:13 14.12.2018
Der Rotmilan schwebt auch über den Rosdorfer Windenergieplänen. Quelle: dpa
Rosdorf

Die Gemeinde Rosdorf will die Planungshoheit für die Ansiedlung von Windenergieanlagen selbst in der Hand behalten. Der letzte Versuch war an der Ablehnung durch den Landkreis gescheitert.

Im Mai 2014 diskutierten rund 80 zum Teil erregte Rosdorfer mit der Verwaltung über das Vorhaben eines Investors, zwischen Rosdorf und Sieboldshausen Windräder zu errichten. Es bedurfte einer Änderung des Flächennutzungsplans. Karsten Rindermann, damals stellvertretender Bauamtsleiter und die beiden Gutachter Christoph Schwahn und Dirk Puche warnten die Bürger vor einer reinen Verhinderungshaltung. Es gebe für die geplante Fläche einen Rechtsanspruch auf Genehmigung.

Rindermann, Puche und Schwahn saßen auch am Donnerstagabend wieder im Ratssaal während der Sitzung des Bauausschusses. Und wieder ging es um die Änderung des Flächennutzungsplans. Diesmal liegt die Fläche, die für den Bau von Windenergieanlagen im Gemeindegebiet freigegeben werden soll, zwischen Volkerode und Dramfeld. 90 Hektar, von denen 61 genutzt werden dürften. Alle weiteren Bereiche scheiden bei näherer Betrachtung wegen harter oder weicher Tabukriterien aus.

Viele Hindernisse

Hier passiert die Bundeswehr mit ihren Hubschraubern das Gemeindegebiet im Tiefflug, dort muss der Abstand zu Wohnbebauung eingehalten werden. Mal machen Landschaftsschutzgebiete und mal seltene Arten den Windradbau unmöglich. Im Jahr 2016 legte Rosdorf die 15. Änderung des Flächennutzungsplans dem Landkreis zur Genehmigung vor und kassierte eine Ablehnung.

Jetzt soll also der nächste Anlauf folgen. Diesmal begleiten nicht nur die Gutachter, sondern auch ein Rechtsanwalt das Vorhaben. Und es gibt tatsächlich ein rechtliches Problem. Die Gemeinde ist verpflichtet sämtliche zur Verfügung stehende Unterlagen mit auszulegen. Dazu würde auch ein Fremdgutachten gehören, das der aktuelle Investor zum Vorkommen der Rotmilane hat anfertigen lassen. Allerdings verbietet das Umweltinformationsgesetz die Veröffentlichung von Horst-Standorten.

Das Dilemma: Entweder macht sich die Gemeinde mit ihrem neuerlichen Anlauf für den Flächennutzungsplan rechtlich angreifbar oder sie verstößt gegen ein Gesetz. Die Fundamente für die geplanten Windräder liegen bereits.

Von Markus Scharf

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