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Rosdorf Wird das Schultaxi nach Dramfeld zu teuer?
Die Region Rosdorf Wird das Schultaxi nach Dramfeld zu teuer?
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18:00 24.09.2018
„Grundschule im Drammetal“ in Dramfeld Quelle: Vetter
Rosdorf

Es geht um Kinder, die in Settmarshausen und Klein Wiershausen wohnen und die Grundschule im Drammetal in Dramfeld besuchen wollen.

Die SPD-Fraktion hatte hierzu einen Antrag eingereicht, der vorsieht, dass die Gemeinde Rosdorf die anteiligen Beförderungskosten für die Schüler aus diesen beiden Orten weiterhin übernimmt. Hintergrund: Nach dem Schuljahr 2018/19 läuft die bereits 2015 vom Rat beschlossene Kostenübernahme aus. Das Problem: Mittlerweile wird die Regelung von mehr Schülern genutzt, als ursprünglich eingeplant war – und es gibt sogar noch weiteren Bedarf, den Eltern aus Klein Wiershausen während einer Schulausschusssitzung angemeldet hatten. „Diese sind daran interessiert, ihre Kinder in die Grundschule Drammetal einzuschulen“, heißt es im SPD-Antrag.

Die Sozialdemokraten wollen vor diesem Hintergrund die „bedarfsgerechte Möglichkeit der Schülerbeförderung“ fortführen und somit Anreize schaffen, die Grundschule Drammetal mit ihrem „hochwertigen pädagogischen Angebot“ zu nutzen – auch, um die Rosdorfer Heinrich-Grupe-Schule zu entlasten. Außerdem sehe die SPD dies als „milderes Mittel“ gegenüber einer möglichen Umbildung von Schulbezirken, die möglicherweise gegen den mehrheitlichen Willen der Eltern erfolgen müsste.

Mittel im Haushalt reichen nicht aus

Aus der zum Antrag ausgearbeiteten Vorlage der Verwaltung geht nun jedoch hervor, dass die Haushaltsmittel nicht ausreichen, um eine Ausweitung des Beförderungsangebotes zu finanzieren. Für die Haushaltsjahre 2018 und 2019 würden demnach für den Fahrdienst jeweils 9400 Euro zur Verfügung stehen. Allerdings werden aus diesem Budget nicht nur die Beförderungskosten, sondern auch Sachaufwendungen für vom Landkreis geförderte sozialpädagogische Maßnahmen bis zu einem Höchstbetrag von 2500 Euro pro Schuljahr finanziert.

Im Haushaltsjahr 2017 sind nach Angaben der Verwaltung Beförderungsaufwendungen in Höhe von 7560 Euro entstanden. Nach Auskunft des mit der Beförderung beauftragten Unternehmens würden sich die Kosten um etwa 50 Prozent erhöhen, wenn die Leistungen so ausgeweitet werden, wie es der Antrag vorsieht. Allein für die Beförderung würden demnach also mehr als 11 000 Euro an Kosten entstehen. Somit würde allein dieser Posten den zur Verfügung stehenden Kostenrahmen bereits sprengen.

Der Schulausschuss tagt in der Aula der Grundschule im Drammetal (Hauptstraße 61) in Dramfeld. Vor der Sitzung ist ab 19 Uhr eine Besichtigung der Schulgebäude vorgesehen.

Von Markus Riese

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