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25 Jahre: Förderkreis für Denkmal- und Stadtbildpflege Duderstadt

Denk mal 25 Jahre: Förderkreis für Denkmal- und Stadtbildpflege Duderstadt

Der größte Schatz Duderstadts sind mehr als 500 Fachwerkhäuser und ein nahezu vollständig erhaltener mittelalterlicher Stadtgrundriss. Die Kernstadt innerhalb der Stadtmauer mit einem der ältesten Rathäuser Deutschlands ist Wahrzeichen und der touristische Magnet für die Stadt.

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„Vor 25 Jahren, da war die Zeit reif für ein neues Bewusstsein in Sachen Denkmalpflege“: Die Sanierung der Stadtmauer – hier der Abschnitt Hinter der Mauer – ist bis heute wichtiges Ziel des Förderkreises.

Quelle: Thiele

Duderstadt. Dieses einzigartige Erbe zu erhalten und zu pflegen, dieser Aufgabe stellt sich seit 25 Jahren der Förderkreis Denkmal- und Stadtbildpflege in der Stadt Duderstadt. Das feiert der Förderkreis am Montag, 11. März.

Zur Arbeit des Vereins sagt der langjährige Vorsitzende. Hermann Tallau: „Vor 25 Jahren, da war die Zeit reif für ein neues Bewusstsein in Sachen Denkmalpflege.“ Die Stadt unter Führung des damaligen Stadtdirektors Karl Krukenberg und seines Hauptamtsleiters Wolfgang Nolte habe sich der Aufgabe gestellt, die Reste der einst 1700 Meter langen mittelalterlichen Stadtmauer restaurieren und ergänzen zu lassen, erinnert sich Tallau.

Krukenberg

Krukenberg

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Das sei nur mit bürgerschaftlichem Engagement zu schaffen gewesen. 117 Duderstädter hätten deshalb damals den Förderkreis für Denkmal- und Stadtbildpflege gegründet. Die Leitung des Kreises übernahm Krukenberg selbst, Verwaltung und Verein arbeiteten zusammen. Das ist bis heute so geblieben.

Bürgerschaftliches Element treibender Faktor

Nach dem Start mit der Restaurierung der Stadtmauer engagierte sich der Förderkreis in den folgenden Jahren noch bei weiteren Projekten: der Restaurierung der Sulbergwarte sowie der Säulen am Westertor, der Vergoldung der Bekrönung des Rathauses, der Erweiterung des Schützenbrunnens, der Dokumentation der örtlichen Denkmalpflege, der Sanierung des Westerturms, der Gestaltung der Wallaufgänge, der Schaffung der Kunst Achse-Duderstadt, der Realisierung des Häuserbuches, der Förderung des Schulprojektes „Fachwerk macht Schule“ sowie der kontinuierlichen Unterhaltung der Stadtmauer.

„Alles in allem haben sich die Beiträge und Spenden an den Förderkreis von 1988 bis 2010 auf rund 403 000 Euro belaufen. So waren wir erfreulicherweise immer wieder in der Lage, diese Projekte finanziell zu fördern. Das bürgerschaftliche Element ist dabei der treibende Faktor und das soll auch in Zukunft so bleiben“, unterstreicht Tallau.

Er setzt sich dafür ein, für die Stadtmauer ein auf Dauer angelegtes Pflege- und Aktionskonzept zu entwickeln. Ebenso soll ein speziell auf Duderstadt ausgerichtetes Tourismus-Konzept erarbeitet werden. Und schließlich helfe der Förderkreis bei dem Vorhaben, Duderstadt gemeinsam mit anderen Städten Südniedersachsens für die Aufnahme in das Weltkulturerbe anzumelden.

Schwierige finanzielle Kulisse

Aus Sicht der Vereinsmitglieder sei auch die Neuanmeldung der Duderstädter Kernstadt für das neue Förderprogramm „Städtebaulicher Denkmalschutz“ ein wichtiger Baustein für die Pflege und den Erhalt der Stadt, blickt Tallau auf aktuelle Entwicklungen.

Tallau

Tallau

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Welchen Wert die Stadtbauförderung für Sanierung- und Renovierung der historischen Gebäude in der Stadt tatsächlich habe, das hätten eindrücklich vorangegangene Förderprogramme bewiesen, urteilt Tallau. Daran gelte es anzuknüpfen.

„Insbesondere vor der schwierigen finanziellen Kulisse dieser Stadt muss es künftig wieder ein Zusammenwirken von örtlichen Bemühungen aus Verwaltung und Bürgerschaft sowie der Förderung durch Land und Bund geben“,  ist der Vorsitzende überzeugt. Die Sanierung der vorhandenen, unbearbeiteten Teile der Stadtmauer beispielsweise würde auf einer Strecke von etwa 240 Metern rund eine Million Euro kosten.

Die können nur in einer Gemeinschaftsleistung zusammen getragen werden. Auf lokaler Ebene seien Bereitschaft und Engagement von Rat, Verwaltung und Förderkreis unverändert vorhanden, verspricht er.

Um das zu fördern, nutzt der Förderverein auch die Festveranstaltung zum 25-jährigen Vereinsgeburtstag. Zum Auftakt wird es ab 17 Uhr einen Spaziergang entlang der Stadtmauer geben (Start ist auf dem Parkplatz der Sparkasse Duderstadt). Im Anschluss daran (ab 19 Uhr) findet ein Festakt zum Jubiläum im Kophus des historischen Rathauses statt.

Von Sebastian Rübbert

Der Spaziergang zur Stadtmauer startet am Montag, 11. März, 17 Uhr auf dem Parkplatz der Sparkasse Duderstadt.
 
Schlagzeile vor 25 Jahren

„Bürger treten an für die Erhaltung gebauter Geschichte“. So titelte das Eichsfelder Tageblatt vor 25 Jahren zur Gründungsversammlung des Förderkreises für Denkmal- und Stadtbildpflege. Die fand am Freitag, 11. März 1988, statt.

Eine „Welle der Zustimmung“ habe es für den neuen Verein gegeben, wird der damalige Bürgermeister Lothar Koch im Bericht über die Versammlung zitiert. Das Startkapital des Vereins betrug 40 000 Mark.

„Ein solider Start für eine sinnvolle Arbeit“, endet der Tageblatt-Artikel über die Gründungsversammlung. lo

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25 Jahre

Die Zielsetzungen, die sich der Förderkreis für Denkmal- und Stadtbildpflege bei seiner Gründung vor 25 Jahren gesetzt hat, sind so aktuell wie eh und je. Das wurde anlässlich einer Jubiläums-Festveranstaltung deutlich, zu der Freunde der Denkmalpflege am Montag in das Rathaus eingeladen waren.

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