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3000 Pfandflaschen für Christian Schweineberg zum 30. Geburtstag

Sprachlos beim ersten Anblick 3000 Pfandflaschen für Christian Schweineberg zum 30. Geburtstag

Eigentlich dachte Christian Schweineberg, er habe mit dem Fegen zu seinem 30. Geburtstag schon das Schlimmste hinter sich gebracht. Da wusste der Nesselröder noch nicht, was sich 40 seiner Freunde für ihn ausgedacht hatten. Der Eichsfelder steht auch Tage nach der großen Feier fassungslos vor dem Geschenk. Wertvoll ist das erst auf den zweiten Blick.

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„Gute Miene zum bösen Spiel“: Christian Schweineberg aus Nesselröden freut sich nicht wirklich über sein Geburtstagsgeschenk.

Quelle: Blank

Nesselröden. Auf einem Nesselröder Hinterhof parkt ein Anhänger, beladen mit mehr als 3000 Pfandflaschen, ein paar Dosen und leeren Getränkekisten, die seine Freunde in den vergangenen Monaten extra für ihn gesammelt haben. Dass ihn etwas Besonderes erwarten sollte, sei klar gewesen. Bei runden Geburtstagen komme schließlich niemand so leicht in Nesselröden davon.

Zwei seiner Freunde, die nicht mit Namen genannt werden wollen, erinnern sich beispielsweise an Bares, das in eine Säule einbetoniert wurde. Doch Schweineberg ist sich sicher: „So schlimm hat es bisher niemanden getroffen.“

Wirklich sprachlos sei er beim ersten Anblick des Flaschenberges gewesen. Bedankt habe er sich auch zwei Tage nach der Feier noch nicht für die vielen Pfandflaschen, die es nun einzutauschen gilt. Eine seiner Überlegungen: das komplette Flaschen-Paket im Internet beim Auktionshaus Ebay zu versteigern . „Vielleicht gibt es noch ein paar Verrückte, die so was verschenken wollen.“

Jeder Zeit könne sich aber auch ein Kaufwilliger bei ihm melden. „Allerdings könnte meine Mutter auch jeden Tag einen Sack wegbringen“, scherzt Schweineberg fast schon etwas verzweifelt.

Wahrscheinlich aber werde er mit ein paar Freunden am Wochenende versuchen, wenigstens ein paar Flaschen an einem Pfandautomaten einzutauschen . „Ich befürchte, dass wir nach ein paar Stunden erst einen kleinen Teil weg haben“, sagt Schweineberg. Böse Blicke seien wohl auch garantiert. „Am besten suchen wir einen Laden mit mehreren Automaten.“

Von Kristin Kunze

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„Manche sagen, ,wie können sie so etwas machen?‘ “, erzählt Siegbert R. (Name geändert). „Darauf reagiere ich aber nicht“, sagt er. Die Reaktionen der Menschen, die ihn beobachten, sind ganz unterschiedlich. Seit sieben Jahren sucht der 60-Jährige in städtischen Abfalleimern nach Pfandflaschen. Es sei ihm aber auch schon passiert, dass ihm ein Passant fünf Euro in die Hand gedrückt habe.

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