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400 Portionen Erbsensuppe für soziale Zwecke

„Keiner soll einsam sein“ in Duderstadt 400 Portionen Erbsensuppe für soziale Zwecke

Mit Töpfen und Eimern ausgestattet haben die ersten Gäste pünktlich zum Start der Hilfsaktion „Keiner soll einsam sein“ am Sonnabend an der Suppenausgabestelle vor dem Duderstädter Rathaus gewartet. 400 Portionen Erbsensuppe wurden für soziale Zwecke ausgeteilt.

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Pünktlich zum Start der Hilfsaktion „Keiner soll einsam sein“ warten die ersten Gäste an der Suppenausgabestelle vor dem Duderstädter Rathaus.

Quelle: Niklas Richter

Duderstadt. „Wir freuen uns, dass in der Bürgergemeinde Duderstadt ein neuer Akzent ins Leben gerufen wird“, sagte Bürgermeister Wolfgang Nolte (CDU), der als einer von 13 regionalen Prominenten die Aufgabe übernommen hatte, die Suppe auszuschenken. Der Kernpunkt sei, sich mehr um Frauen und Männer zu kümmern, die Hilfe benötigen. „Das ist etwas, das wir gern von Göttingen übernehmen“, erklärte der stellvertretende Landrat und Ehrenbürgermeister Lothar Koch (CDU). „Das wird ein Renner werden.“ Davon überzeugt ist auch die Duderstädterin Maria Leineweber. „Gut, toll, klasse“, beurteilte sie die Aktion für den guten Zweck. Die Suppe sei „superlecker“. Deshalb sollte die Aktion im kommenden Jahr auf jeden Fall wiederholt werden.

„Wir haben heute morgen um 6 Uhr mit dem Aufbau begonnen“, berichtete Bereitschaftsleiter Steffen Gellert vom Deutschen Roten Kreuz (DRK), das mit 15 Personen vor Ort war. Unterstützung kam von den Maltesern mit neun Personen sowie dem Landkreis Göttingen mit drei Personen und Material. Die ehrenamtlichen Helfer hatten beheizte Zelte aufgebaut und Bierzeltgarnituren aufgestellt. Darüber hinaus mussten Suppenausgabe und Geschirrrückgabe errichtet werden. „Das zeigt einen kleinen Teil dessen, was wir im neuen Betreuungskonzept 2016/17 in diversen Übungen vorgestellt haben“, erklärte Thomas Bitterberg-Formanek, Zugführer der Malteser im Betreuungszug Ost, den die Malteser gemeinsam mit dem DRK stellen. Dessen Aufgabe sei, in Extremsituationen Unterkunft und Verpflegung für die Bevölkerung bereitzustellen und die Bevölkerung zu versorgen. Darüber hinaus waren an der Hilfsaktion auch die Caritas, der Heiligabendkreis, die Stadt Duderstadt, die Bundespolizei am Standort Duderstadt, der Treffpunkt Stadtmarketing und die Lebenshilfe in die Hilfsaktion integriert.

Kochen ab 5 Uhr

Noch früher als das Aufbauteam hatten sich die beiden Köche Simon Huch und Horst-Dieter Remin ans Werk gemacht. Um fünf Uhr morgens starteten sie mit der Zubereitung. Um 10 Uhr standen dann 300 Liter Erbsensuppe in Behältern zu je 25 Litern vor dem Rathaus und die ersten Besucher warteten bereits. „Heute kommt Besuch“, sagte Guntram Czauderna, der sich sechs Portionen für zu Hause abfüllen ließ. „So unterstützen wir gemeinsam mit unseren Gästen diese Aktion.“ Auch Brigitte und Wolfgang Günther hatten einen Topf mitgebracht, um das Mittagessen abzuholen. „Es ist toll, dass die Aktion nach Duderstadt überschwappt“, sagte die Duderstädterin. „Bei uns bleibt heute die Küche kalt“, erklärte Elke Palmai, die gemeinsam mit ihrer Mutter die Aktion gern unterstützte. Begeistert seien die beiden aber auch von der Musik, mit der Dustin Kahlmeyer, Roman Czech und Nicolas Stegemann von der Drum & Brass-Band des MCV Mingerode die Gäste unterhielten.

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Insgesamt 300 Liter beziehungsweise 600 Portionen Erbsensuppe werden für den guten Zweck ausgeteilt.

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Ein positives Zwischenfazit zog Ralf Regenhardt, Vorstandssprecher der Caritas Südniedersachsen, nachdem er seinen Schankdienst beendet hatte. „Nach verhaltenem Anfang merkt man, dass die Eichsfelder ihre Suppe zum Mittag genießen“, sagte er. Diese sei mit Liebe und Erfahrung zubereitet gewesen. „Und sie geht vom Magen direkt ins Herz“, fügte er hinzu. Die Leute seien mit einem Lächeln gegangen, nachdem sie gegessen hätten. Die Menschen hätten im Zelt auch über die Tischgemeinschaften hinweg Gespräche geführt. Regenhardt hatte im Gespräch mit Tageblatt-Chefredakteur die Idee entwickelt, die Aktion „Keiner soll einsam sein“ in Duderstadt auszurichten. Sein Dank richtete sich an die vielen Helfer und an die Gäste.

13 regionale Prominente hatten sich bereit erklärt jeweils eine halbe Stunde Suppe für den guten Zweck auszuschenken. Außer Regenhardt, Koch und Nolte waren dies Sparkassenvorstand Markus Teichert, Propst Bernd Galluschke, SPD-Politikerin Doris Glahn, der Vorstandssprecher der Volksbank Mitte Holger Willuhn, der frisch gewählte CDU-Landtagsabgeordnete Thomas Ehbrecht, der Vorsitzende der Lebenshilfe Eichsfeld Manfred Thiele, Grünen-Politikerin Marie Kollenrott, Pastorin Christina Abel, Duderstadts Handball-Torwartlegende Martin Post, die Vorstandsassistentin des Vereins Treffpunkt Stadtmarketing Duderstadt Anka Maria Walther.

 

Quelle: Niklas Richter

Durch die anhaltende Nachfrage beschlossen Wolfgang Stoffel, Vorsitzender des Vereins „Keiner soll einsam sein“, und DRK-Kreisbereitschaftsleiter Dominik Koch die Ausgabezeit um etwa eine Stunde zu verlängern. „Unser Team hat Spaß an der Aktion gehabt“, erklärte Koch. Am Ende meldete er, dass insgesamt etwa 400 Portionen verkauft seien. Und hier kam der Bürgermeister noch einmal ins Spiel. Er hatte bei seiner Begrüßung gesagt, dass, sollte die Suppe nicht ausverkauft sein, es in der nächsten Ratssitzung erst einmal einen Teller Suppe gebe. Auf Nachfrage nach Ende der Aktion bestätigte er: „Wir bieten die Suppe gern an! Und können damit den Reinerlös für den guten Zweck steigern.“

Spendenkonten für die Aktion „Keiner soll einsam sein“

Sparkasse Duderstadt:

DE94 2605 1260 0000 7711 88

Volksbank Mitte:

DE20 2606 1291 0050 5354 40

Von Rüdiger Franke

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