Volltextsuche über das Angebot:

4 ° / 1 ° wolkig

Navigation:
500 Jugendliche beim Markt der Möglichkeiten im Jugendgästehause Duderstadt

30 Ständen 500 Jugendliche beim Markt der Möglichkeiten im Jugendgästehause Duderstadt

Die Schüler Patrick und Tobias sehen sich das Video an, bei dem ein Jugendlicher von einem anderen zusammengeschlagen wird. Auf dem Display können die Zuschauer am Stand der Duderstädter Polizei wählen, was sie tun würden: Raushalten? Dem Opfer zu Hilfe eilen? Andere um Hilfe bitten?

Voriger Artikel
Laientheatergruppen aus Seulingen, Mingerode und Nesselröden proben
Nächster Artikel
Gieboldehäuser verliert bei „Rette die Million!“ mit Jörg Pilawa

Zivilcourage im Test: Patrick am Stand der Duderstädter Polizei.

Quelle: Thiele

Duderstadt. „Wenn nicht Lebensgefahr besteht, würde ich Hilfe holen", sagt Patrick. Polizist Dierk Falkenhagen nickt. „Durch die Präventionsarbeit in Duderstadt sind die Jugendlichen in Sachen Zivilcourage gut informiert“, lobt er. Denn einer der Grundsätze heiße: Helfen, ohne sich selbst in Gefahr zu bringen.

Im Jugendgästehaus wird bis einschließlich Mittwoch der Markt der Möglichkeiten veranstaltet, bei dem Jugendliche Kontakte zu Ansprechpartnern mit  vielfältigen Themenschwerpunkten knüpfen können. Wer hilft bei Problemen in der Schule? Oder bei Drogenmissbrauch? Oder bei häuslicher oder sexueller Gewalt?

An 30 Ständen stellen sich die Ansprechpartner, Institutionen und Einrichtungen  aus dem Eichsfeld und dem Landkreis vor, zum Teil mit anschaulichen Aktivitäten. Organisiert wird der Markt der Möglichkeiten vom Landkreis Göttingen in Zusammenarbeit mit der AG-Jugendnetzwerk-Duderstadt.

Doch nicht nur Fachkräfte können Jugendlichen bei Problemen helfen, sondern auch Gleichaltrige. Das zeigt unter anderem das neue Projekt „Jugendschutz mal anders“ , das von Helga Steininger, Jugendreferentin des Landkreises, und von Günther Lutterberg vom Duderstädter Kinder- und Jugendbüro initiiert wurde und seinen Probelauf beim Tag der Niedersachsen hatte.

Hier werden Jugendliche darin geschult, andere auf die  Gefahren von Alkohol- und Drogenmissbrauch aufmerksam zu machen oder einzugreifen, bevor eine Situation eskaliert, erklärt Steininger. „Das Besondere an diesem Projekt ist die Verknüpfung von Kontrolle und erzieherischen Aspekten“, so die Referentin. Die Jugendlichen sollten speziell auf Großveranstaltungen wie Stadtfesten helfend zum Einsatz kommen, um Auswüchse wie Komasaufen bei Gleichaltrigen zu verhindern.

Die AG Jugendnetzwerk Duderstadt hat wieder einmal den Markt der Möglichkeiten organisiert. Jugendliche bekamen im Jugendgästehaus in Duderstadt Informationen zu Schule, Beruf, Ausbildung, Familie, Alkohol, Drogen und Sexualität.

Zur Bildergalerie

Steininger lobt die Kooperation, die in Duderstadt bereits mit dem Jugendnetzwerk besteht, und auch die Möglichkeit, immer neue Wege zu finden, wie Jugendliche, Instituionen, Pädagogen und Jugendeinrichtungen in der Region an einem Strang ziehen können. Beim Rundgang über den Markt der Möglichkeiten sollen die Schüler Fragebogen ausfüllen, die genaues Hinschauen erfordern. Welche Probleme werden an welchem Stand thematisiert? Wen treffe ich dort? Wie kann ich mich einbringen?

Solche und ähnliche Fragen haben David und Felix schon gelöst. „Es gibt hier viele interessante Sachen“, sagt Felix. Am besten finden sie den Trunkenheitssimulator , der zeigt, wie Alkoholgenuss Blickfeld und Koordination beeinflusst. „Je höher die Promille, desto weniger nimmt man wahr“, stellt David fest.

Ähnlich überrascht reagieren die Schüler beim  „Sucht-sack“ der Aufsuchenden Jugendarbeit des Landkreises. Hier sollen Gegenstände, die aus einem Sack gezogen werden, auf Süchte hinweisen, und die Jugendlichen sollen entscheiden, was davon legal, und was illegal ist. „Da staunen einige, wenn sie das rote Herz, den Schwamm oder den Kleber aus dem Sack ziehen, aber es gibt eben auch Sexsucht, Waschzwang oder Schnüffelstoffe als Droge“, erklärt Jugendreferentin Sabrina Richard.

Mit der hohen Resonanz des Markts der Möglichkeiten, der seit 2002 hier stattfindet, zeigt sich auch Günther Lutterberg sehr zufrieden: „Für die zwei Tage haben sich etwa 500 Jugendliche in ihren Klassenverbänden angemeldet. Das Angebot wird auch von den Schulen im Eichsfeld gut angenommen.“

Von Claudia Nachtwey

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
„Markt der Möglichkeiten“

Schülermassen schieben sich durch die Räume des Jugendgästehauses in Duderstadt. Gestern öffnete der „Markt der Möglichkeiten“, und auch am heutigen Mittwoch können sich Siebt- und Achtklässler der Duderstädter und Gieboldehäuser Schulen über Hilfsangebote speziell für Jugendliche informieren.

  • Kommentare
mehr
Anzeigenspezial

Informieren Sie sich über das aktuelle Fußballgeschehen in Göttingen und aller Welt.  mehr

Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
Termine

Wo kann man hin, was kann man machen? Hier werden Sie fündig: Das Tageblatt hat die wichtigsten Freizeittipps für Sie zusammengestellt