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79-Jähriger schnitzt Krippe für Gerblingerode

Johannes Müller 79-Jähriger schnitzt Krippe für Gerblingerode

Sei es der Nachbau der in den 60er-Jahren von der Volkspolizei abgerissenen Lindenbergkapelle nach alten Zeichnungen, der Corpus am Wegekreuz oder der Wurzelholz-Schrank für sakrale Gegenstände in der Kirche: Tischlermeister Johannes Müller hat schon viel für seinen Heimatort und die Kirchengemeinde getan.

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„Bei Menschen würden wir taufen sagen“: Propst Bernd Galluschke segnet die Krippe.

Quelle: Lüder

Gerblingerode. Und er kann es auch mit 79 Jahren noch nicht lassen. Dem am Waldrand gelegenen Kindergarten, den schon seine Kinder und Enkel besuchten und in dessen Anbau im Januar eine Krippengruppe einzieht, hat Müller als Leihgabe eine Krippe überlassen.

Ob und wann sie in die Kirche umziehe, müsse der Kirchenvorstand entscheiden, sagte Ortsbürgermeister Dieter Thriene (CDU) beim Vorstellungstermin in der Kindertagesstätte und fand lobende Worte für die uneigennützigen Verdienste Müllers. Propst Bernd Galluschke segnete das Heilige Paar, die Heiligen Drei Könige, Kamel, Esel, Ochse, Schafe und Hirten – und regte die Kinder an, auch für die Hirten und Schafe Namen zu finden. „Nicht nur die Kinder, auch die Eltern finden die Krippe sehr schön“, sagte Kindergarten-Leiterin Sabine Hövener-Beck. Der Neuzugang sei ein Highlight in den weihnachtlich dekorierten Räumen. Und brandgefährdet ist die Holzkonstruktion auch nicht: Aus Sicherheitsgründen hat der ebenfalls im Flur stehende Adventskranz elektrische Kerzen.

Eigentlich sei die Krippe für die Kirche in Gerblingerode bestimmt und für den Kindergarten etwas zu groß, betonte Müller. Er wäre aber dazu bereit, auch für den Kindergarten noch eine kleinere Krippe zu fertigen – falls es seine Kraft und Gesundheit zulassen würden.

An dem Ensemble, das vorerst im Obergeschoss des Kindergartens seinen Platz gefunden hat, hat der 79-jährige Gerblingeröder bereits seit Februar gewerkelt. Jeden Tag hat er drei bis vier Stunden an den bis 40 Zentimeter großen Figuren aus Lindenholz und dem Stall mit einem Dach aus Zedernholz gearbeitet. Die Schnitzkunst hat er sich selbst erst vor wenigen Jahren autodidaktisch angeeignet, via Fernkurs an einer Schnitzerschule verfeinert.

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