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Abo-Schwund bei Duderstädter Theater- und Konzertvereinigung

Tanz auf dem Vulkan Abo-Schwund bei Duderstädter Theater- und Konzertvereinigung

Ob Salsa-Nacht im Graf Isang, „Europa tanzt“ oder das Grimmsche Weihnachtsmärchen „Die zertanzten Schuhe“ in der Eichsfeldhalle: Der Tanz genießt einen besonderen Stellenwert bei den Sonderveranstaltungen der Theater- und Konzertvereinigung (TKV) Duderstadt in der neuen Saison.

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TKV-Damen, flankiert von Sparkassen-Herren: Hermann Vorwald, Eva-Maria Hunold, Sabine-Holste Hoffmann, Sabine Nolte, Carsten Basdorf (v.l.).

Quelle: OT

Duderstadt. Immer mehr zum Tanz auf dem Vulkan wird hingegen die Zusammenstellung des Programms, mit dem der Verein seit Jahrzehnten für bezahlbare Kultur im ländlichen Raum sorgt.

Die Luft wird dünner für die TKV: Publikumsgeschmack und Freizeitverhalten ändern sich, die Abonnenten-Zahlen bröckeln – von einstmals 730 auf inzwischen rund 400.

 „Die Zeiten werden schlechter“, merkte die langjährige TKV-Geschäftsführerin Sabine Holste-Hoffmann an, als sie am gestrigen Donnerstag beim ebenso langjährigen Hauptsponsor Sparkasse das Programmheft für die Saison 2013/14 vorstellte.

Es gebe immer weniger Menschen, die sich auf ein Abo festlegen wollten, die Entscheidungen für einen Theater- oder Konzertbesuch würden spontaner, Erfolgsvoraussagen schwieriger, die Gratwanderung zwischen den Geschmäckern schmaler:

„Den einen ist die eine oder andere Veranstaltung zu peppig, anderen sind Operetten zu altbacken.“ Weil sich letztere bei den Abonnenten großer Beliebtheit erfreuen, steht neben einem Abba-Tribute auch der Léhar-Klassiker „Der Zarewitsch“ auf dem Programm. „Wir brauchen Abos als berechenbare Größe, sonst ist das Risiko zu groß, schon wegen der Honorar- und Gastspielverträge“, betont Holste-Hoffmann, verbunden mit einem Abo-Appell: „Ansonsten kann die TKV mit ihrem Programm auf Dauer nicht bestehen.“

Musical-Show statt Musical-Night

Als ein Zugpferd nennt sie den Schauspieler Walter Plathe, der bereits zum fünften Mal in Duderstadt gastiert und in der neuen TKV-Saison als eiserner Gustav eingespannt wird. Statt der Musical-Night mit Erfolgsmelodien gibt es diesmal eine Musical-Show, die ein jüngeres Publikum anspricht – inklusive „Europas bestem Michael-Jackson-Imitator“.

„Es wird schrill und fetzig“, kündigt Holste-Hoffmann an: „Wir brauchen zehn Garderobenständer allein für die Kostüme.“ Viel nackte (Männer-)Haut zu sehen gibt es in der Komödie „Ladies Night“, die unter dem Titel „Ganz oder gar nicht“ verfilmt wurde. Bei der Aufführung in der Eichsfeldhalle gibt es Ermäßigungen für Frauengruppen und ein Gläschen Prosecco.

Das Weihnachtskonzert wird durch ein Adventskonzert ersetzt. Das bestreiten junge Männer des Tölzer Knabenchores, die nach dem Stimmbruch als Männerchor weitermachen. Ebenso wie das Neujahrskonzert der Göttinger Symphoniker als bewährter Programmklassiker werden auch die Rathauskonzerte mit klassischer Musik fortgesetzt.

Mediales Neuland

Nach der erfolgreichen 3. Duderstädter Musiknacht reicht die Palette der Sonderveranstaltungen vom Händel-Workshop für Kinder am kommenden Sonnabend im Rathaus über ein Preisträgerkonzert mit dem Ensemble Cafébaum bis zu den ReBeatles. Die sollen im August im Stadtpark für Beatlemania sorgen sollen – „unglaublich nah am Original“.

Nach 63 Jahren Vereinsgeschichte hat die TKV am 22. April mediales Neuland betreten. Sie ist jetzt bei Facebook und mit einer Homepage im Internet präsent.

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