Volltextsuche über das Angebot:

3 ° / -1 ° Schneeschauer

Navigation:
Abschied vom Heldengedenktag

Weitere Infos Abschied vom Heldengedenktag

Fast zwei Millionen deutsche Soldaten fielen im Ersten Weltkrieg. Um ihrer zu gedenken, regte der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge 1919 die Einführung eines staatlichen Feiertags, des Volkstrauertags, an. Auf Seiten der katholischen und der evangelischen Kirche stieß das zunächst auf Unverständnis, da beide Konfessionen bereits über eigene Tage des Totengedenkens verfügten (Allerseelen, Totensonntag). Die von den Ländern favorisierten Termine im Frühjahr fielen zudem in die Passionszeit. Probleme mit dem Volkstrauertag hatten in der Weimarer Republik auch Linke und Liberale. Sie stießen sich daran, dass dort das Ideal der Aufopferung für das Vaterland gepflegt wurde.

Tradition wiederbelebt

Die Nazis spitzten diese Tendenz im Dritten Reich noch zu. Sie machten aus dem Volkstrauertag 1934 den Heldengedenktag. Fahnen hingen nun nicht mehr halb-, sondern vollmast. Statt der Kriegsgräberfürsorge zeichneten NSDAP und Wehrmacht für die Veranstaltung verantwortlich. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Tradition des Volkstrauertags in den westlichen Besatzungszonen wieder aufgenommen. An ihn werden seither der Toten des Krieges und der Gewaltherrschaft gedacht. Seit 1952 findet der Volkstrauertag immer am zweiten Sonntag vor dem Ersten Advent statt. Heute, mehr als 50 Jahre nach Kriegsende, ist die persönliche Trauer hinter einem mahnenden Gedenken vor den Auswirkungen von Krieg und Gewalt zurückgetreten.

mic

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Volkstrauertag

Mit Gedenkfeiern und Kranzniederlegungen am Ehrenmal gedenken die Eichsfelder anlässlich des Volkstrauertages am Sonntag, 15. November, der Gefallenen des Krieges und den Opfern von Gewaltherrschaft.

mehr
Mehr aus Duderstadt
Anzeigenspezial

Informieren Sie sich über das aktuelle Fußballgeschehen in Göttingen und aller Welt.  mehr

Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
Termine

Wo kann man hin, was kann man machen? Hier werden Sie fündig: Das Tageblatt hat die wichtigsten Freizeittipps für Sie zusammengestellt