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Ägyptenreisen: Hängepartie für Urlauber

Zahlreiche Eichsfelder betroffen Ägyptenreisen: Hängepartie für Urlauber

Erst Tunesien, jetzt Ägypten. Während sich die Ereignisse in dem beliebten Urlaubsland überschlagen, der Marsch der Million die Hauptstadt Kairo lahm legt und die Menschen gegen das Regime auf die Straße gehen, sitzen zahlreiche verunsicherte Urlauber auf gepackten Koffern.

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Dort liegen die Reiseziele: Anja Heddergott-Böning zeigt die Touristenregionen auf der Ägyptenkarte.

Quelle: Thiele

Das Auswärtige Amt aktualisiert quasi täglich seine Reisehinweise für das Land am Nil und rät mit Stand von gestern „aufgrund der aktuellen Entwicklungen und der instabilen Lage von Reisen nach ganz Ägypten dringend ab“.

Zu den vielen Untereichsfeldern, die ihren dort verbringen wollen, gehört der Duderstädter Matthias Otto. Am 17. Februar wollte er mit seiner Lebensgefährtin einige sonnige Tage am Meer verbringen. Doch ob der Trip zustande kommt, steht in den Sternen. Otto: „Wir würden fliegen, wenn sich die Lage beruhigt – allerdings nur mit großen Bauchschmerzen.“

Zahlreiche andere Reisende haben bereits von dem Angebot der Reiseveranstalter Gebrauch gemacht und sind von der Reise zurück getreten oder haben umgebucht. Guido Müller vom TUI-Reisecenter in der Brehmestadt: „Wir hatten bereits einige Stornierungen.“ Gleiches berichtet Anja Heddergott-Böning: „Es gab einige Kunden, die umgebucht haben.“ Ähnliche Erfahrungen hat Achim Goldmann vom Seeburger Tauch-Reiseveranstalter Aqua Active Agency gemacht. Alle drei berichten auch von Menschen, die trotz der unübersichtlichen Lage in den letzten Tagen abgereist sind. Heddergott-Böning: „Noch am Sonntag sind Kunden geflogen.“ Zumal die Lage in den Touristengebieten wie dem Seebad Scharm El-Scheich oder Luxor bislang ruhig sei. Goldmann: „Ich glaube, dass die Touristen auch weiter in Ruhe gelassen werden. Das ist die Existenzgrundlage der Menschen dort.“ Derzeit sind noch zahlreiche Touristen vor Ort. Nur neue Reisen sind gestern von den meisten Veranstaltern abgesagt worden.

Bislang gewähren Reiseveranstalter wie die TUI bis zum 14. Februar kostenfrei die Möglichkeit, umzubuchen oder zu stornieren. Kunden wie Matthias Otto, die einen späteren Termin gebucht haben, sind von dem Angebot bisher ausgeschlossen. Schwierig findet Otto diese Hängepartie: „Die Hundepension für unsere Tiere ist schon gebucht“, der Urlaub der Lebensgefährtin könne kaum verlegt werden. Und auch ein neues Reiseziel in einem ähnlichen Preissegment könnte schwierig zu finden sein: Eine Alternative für Sonnensucher wären die Kanaren. „Und da noch etwas zu kriegen, das wird nicht leicht“, meint Heddergott-Böning. Denn dorthin wollten jetzt die meisten Urlauber.

Von Erik Westermann

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