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Alfelder konnte damals nicht überführt werden

Versuchter Totschlag Alfelder konnte damals nicht überführt werden

Der 58 Jahre alte arbeitslose Maschinenbaumeister aus Alfeld, der sich seit Dienstag im Schwurgericht des versuchten Totschlags an seiner 47 Jahre alten Ex-Freundin aus Duderstadt verantworten muss, stand schon einmal im Verdacht, eine Frau, die sich von ihm getrennt hatte, überfallen zu haben.

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Quelle: dpa (Symbolbild)

Duderstadt/Göttingen. Am 15. Februar 2008 war in der Industriestraße in Alfeld eine Mitarbeiterin beim Verlassen einer Videothek aufgelauert und von einem Vermummten durch Schläge auf den Kopf verletzt worden. Die Angegriffene konnte fliehen.

Damals war auch der heutige Angeklagte in Verdacht geraten. Die Tat habe ihm aber nicht nachgewiesen werden können, berichtete ein Polizeibeamter am Donnerstag im Zeugenstand. In der Einstellungsverfügung hieß es damals, es „dränge sich zwar der Verdacht auf, dass er die Tat begangen haben dürfte“, die Beweise fehlten aber.

Diesmal wird viel darauf ankommen, ob dem Gericht das Alibi glaubhaft ist. Der Überfall auf die Duderstädterin ereignete sich nach Aktenlage gegen 7.45 Uhr. Der Angeklagte will aber gegen 8, später korrigierte er auf 8.30 Uhr, in Alfeld Brötchen gekauft haben. Eine Verkäuferin konnte gestern nur die Zeit „zwischen 8 und 9 Uhr“ bestätigen.

Ein Polizist will von der ansonsten die Aussage verweigernden Mutter des Angeklagten gehört haben, der Sohn habe die Brötchen am Tattag gegen 9 Uhr bei ihr abgeliefert. Gleichzeitig behauptete ein Physiotherapeut, der Angeklagte sei um 8.45 Uhr in Behandlung gewesen. Dieser Zeuge soll am nächsten Verhandlungstag gehört werden.

Die Polizei ist die Strecke zwischen Tatort und Bäckerei unter identischen Bedingungen abgefahren und hat bei Durchschnittstempo 70 genau 60 Minuten gebraucht. Der Verteidiger behauptet, der Mandant müsse „im Schnitt 186 gefahren sein“, wenn er die Distanz vom Tatort zur Praxis hätte schaffen wollen.

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Raubüberfall oder Beziehungs-Hass?

Die Stimme des Opfers ist kaum zu hören: „Das! Das ist es“, presst die 47-Jährige heraus und zeigt auf  das graue Stück Rohr in der Hand des Richters. Mit diesem Eisenrohr, davon ist sie überzeugt, sei sie am 24. Januar 2012 morgens beim Verlassen ihrer Wohnung in Duderstadt mit mehreren Schlägen niedergestreckt worden.

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