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Almauftrieb auf Gut Herbigshagen

Harzer Höhenvieh Almauftrieb auf Gut Herbigshagen

Wie die Damwildfütterung im Winter ist der Almauftrieb im Frühjahr zu einer öffentlichkeitswirksamen Konstante im Jahresreigen der Heinz-Sielmann-Stiftung geworden. Am Sonntag, 23. April, öffnen sich wieder die Stalltore für das Harzer Höhenvieh im Natur-Erlebniszentrum Gut Herbigshagen.

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Das vierte Jahr in Folge wird der Almauftrieb auf Gut Herbigshagen als öffentliches Spektakel inszeniert.

Quelle: Richter

Duderstadt. Weg mit dem Winterspeck, ab auf die Weide. Unter dem Motto „Eichsfeld trifft Harz“ werden ab 15 Uhr zum vierten Mal Kühe und Kälber aus dem Stall des Gutes auf die „Alm“ am Kika-Baumhaus getrieben. Obwohl der eigentliche Austrieb der Rinder allenfalls Minuten dauert, zieht das Spektakel von Jahr zu Jahr größere Kreise. Mehr als 500 Besucher haben im vergangenen Jahr hinter Zäunen und Absperrungen den Ausmarsch der gehörnten Wiederkäuer verfolgt. Sieben Mutterkühe und vier Kälber sind es diesmal, die das Harzer Rote Höhenvieh repräsentierten.
Daniel Wehmeyer, dessen Biolandbetrieb im vergangenen Jahr auf der Grünen Woche für die Bemühungen um den Erhalt der bedrohten Nutztierrasse mit dem Förderpreis Ökologischer Landbau ausgezeichnet wurde, will Kurzweiliges und Interessantes beisteuern, die Besucher über das Harzer Höhenvieh und den Biolandbetrieb informieren. Der 35-Jährige ist Pächter der landwirtschaftlichen Flächen auf Gut Herbigshagen.
Das Fleisch der Jungbullen ab dem zweiten Lebensjahr, die im Betrieb Wehmeyers  geschlachtet werden, ist in der regionalen Gastronomie begehrt. Als Rinderbratwurst kommt es am Sonntag auf den Grill. Als Caterer dabei ist auch Tobias Borchard, der zurzeit mit seinem Verkaufswagen an den Wochenenden die gastronomische Versorgung auf Gut Herbigshagen sicherstellt.
Das Rote Höhenvieh ist die älteste Mittelgebirgsrasse Deutschlands. Vorläufer war das germanisch-keltische Rind. „Die ersten Ahnen des Höhenviehs lebten schon in vorchristlicher Zeit“, sagt Stiftungssprecher Christoph Neumann: „Im Harz stellte die Haltung des Rote Höhenviehs neben der Waldwirtschaft und dem Bergbau eine wichtige Lebensgrundlage dar. Dem ersten Viehaustrieb kam im nördlichsten Mittelgebirge nach langen beschwerlichen Wintern eine besondere Bedeutung zu. Wenn die Tiere endlich wieder das frische Grün der Weiden unter ihren Klauen spüren können, ergeben sich beeindruckende Szenen.“ Als sogenanntes Dreinutzungsrind diente „die Kuh der Bergmannsfrau“ sowohl zur Milch- und Fleischproduktion als auch als Zugtier. Letzteres gilt heute nur noch für den Tourismus.

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