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Angrillen: Fleisch- und Fehde-Saison beginnt

Geduldig Grillen schützt vor Bränden Angrillen: Fleisch- und Fehde-Saison beginnt

Die Sonne lacht, die Vöglein singen, die Würste auf dem Grillrost brutzeln fröhlich vor sich hin. So sieht für viele in diesen Tagen der wohlverdiente Feierabend aus. Die Saison für alle, die Fleisch und Feuer für die perfekte kulinarische Kombination halten, ist eröffnet.

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Streitpunkt Grill: Neben der Rauchentwicklung stört den Nachbarn häufig auch einfach nur der Lärm.

Quelle: Blank

Es wird angegrillt. Welches Konfliktpotenzial die Zubereitung von Freiluft-Spare-Ribs, Steaks und Co in Kombination mit geruchsempfindlichen Nachbarn birgt, hat das Tageblatt drei Eichsfelder Experten gefragt.

Sabine Holste-Hoffmann vom Duderstädter Ordnungsamt kann sich an etwaige Beschwerden wegen Rauchs oder Gestanks, der beim gewagten Balkongrillen gerne mal angrenzenden Mietern in der Nase kitzelt, nicht erinnern. „Wir haben da auch keine Einsatzmöglichkeit, da es sich um privates Recht handelt. Da ist gegenseitige Rücksichtnahme gefragt. Möglich, dass es die eine oder andere Klage vor Gericht gibt.“ Aber auch in der Zivilrechtsabteilung des Amtsgerichts sind solche Fälle nicht aktenkundig. Ist der Krieg um den Grill also nur ein Mythos?

Gegenteiliges kann Otto Moneke, Leiter des Duderstädter Polizeikommissariats, berichten: „Natürlich gibt es solche Fälle. Es wird wärmer, es ist abends länger hell und schon steht das Grillen auf der Tagesordnung. Die Beschwerdefälle häufen sich dann bei uns.“ Zwar handele es sich dabei im Prinzip oft um Lärmbelästigung, aber auch diese trete häufig in Zusammenhang mit dem Fleischrösten auf. Noch zwei bis drei Wochen dauere es, meint Moneke, bis wieder Grillfehden geschlichtet werden müssten. Hoffnungslose Fälle gebe es da manchmal auch, dann schwele aber meistens neben der Kohle noch eine andere Ursache unter der (nachbarschaftlichen) Oberfläche.

Heinrich Marx, Brandschutzabschnittsleiter Ost der Feuerwehr, ermahnt die Griller indes, die Tugend der Zunft zu bewahren: Geduld sei oberstes Gebot. „Grillanzünder wie Spiritus sind die häufigsten Gründe für Brände“, so Marx. Balkongrillen gehört im Übrigen zu den Dingen, die der Feuerwehrmann schlicht ablehnt. Oft genug musste er schon bei falschem Alarm anrücken. Angegrillt hat er mit seinen Kollegen gestern aber selbst. Mit dem wohl sichersten Feuer im ganzen Eichsfeld.

Von Anna Kleimann

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