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Eselkunde mit Flausch-Faktor

Gut Herbigshagen Eselkunde mit Flausch-Faktor

Bei einem „Animal Trekking“ der Heinz Sielmann Stiftung sind Teilnehmer Martin Herrmann und Mitarbeiterinnen der Heinz Sielmann Stiftung mit Eseln um Gut Herbigshagen gewandert.

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Martin Herrmann führt Eseldame Isi durch den Wald, Ursula Schäfer von der Heinz-Sielmann-Stiftung geht nebenher.

Quelle: Arne Bänsch

Duderstadt. Isi hat ihren eigenen Kopf. Der ist so flauschig, dass man das graue Fell der Eseldame gern streicheln will. Mit dem entscheidet sie aber eben auch, dass sie jetzt umdrehen möchte oder Gras fressen. Doch Martin Herrmann nimmt das gelassen: Er ist an diesem windigen, kalten Nachmittag der einzige Teilnehmer beim „Animal Trekking“ der Heinz-Sielmann-Stiftung und führt Isi durch das herbstliche Gelände.

Allein ist er dabei trotzdem nicht: Isis Kumpel Leopold – der kleinere der beiden Esel – wird von Franziska Krügler geführt, die zurzeit ein Freiwilliges Ökologisches Jahr (FÖJ) bei der Heinz-Sielmann-Stiftung absolviert. Und auch ihre FÖJ-Kollegin Marnie Könker sowie Ursula Schäfer, Mitarbeiterin der Heinz-Sielmann-Stiftung, sind dabei.

„Animal Trekking ist relativ neu im Programm“

„Das Animal Trekking ist relativ neu im Programm“, erzählt Schäfer. Regelmäßig würden die beiden FÖJlerinnen mit den Eseln spazieren gehen, damit diese sich daran gewöhnten und Routine bekämen. „Wir wollen auch mit ihnen trainieren, dass sie Gepäck tragen“, erzählt die Mitarbeiterin der Heinz-Sielmann-Stiftung. Das müssen sie an diesem Nachmittag allerdings noch nicht.

Doch bevor es losgeht, müssen die beiden Esel erstmal gehalftert und aus dem Stall geholt werden – und die sind schon von draußen vor der Stalltür lautstark an ihrem „I-Ah“ zu erkennen. Drinnen angekommen beschnüffeln die beiden Esel dann gleich den Duderstädter Teilnehmer Herrmann – und er krault Isi direkt den Kopf. „Das gehört zum Kontakt aufnehmen dazu“, erklärt Schäfer das Beschnüffeln und zeigt Herrmann anschließend, wie er Isi richtig das Halfter um den Kopf legt, an dem sie dann an einem Strick geführt wird.

Wanderung durch herbstliches Laub

„Den Strick nicht um die Hand wickeln“, gibt Schäfer dem Teilnehmer einen Rat. Wenn der Esel sich nämlich erschrecke und loslaufe, könne sich der Strick um die Hand festziehen. Sein allererster Kontakt mit Eseln ist es aber nicht, erzählt Herrmann. „Eine Bekannte von mir hatte mal Esel und meine Freundin hat Pferde.“

Während der Wanderung durch das herbstliche Laub und an Weiden entlang gibt es dann noch ein bisschen Eselkunde: Auf dem Weg schneiden Krügler und Könker ein paar Weidenzweige für die Esel ab. „Die essen sie“, erklärt Schäfer. Futtertechnisch würden Esel sich etwas von Pferden unterscheiden: Sie bräuchten mehr Raufutter.

Der Unterschied zu Pferden

„Esel bleiben im Gegensatz zu Pferden, wenn sie sich erschrecken, oft stehen anstatt wegzulaufen“, erklärt Schäfer einen weiteren Unterschied . Deswegen würden sie auch häufiger als störrische Tiere eingeschätzt. Losrennen könnten sie aber auch manchmal, wenn sie sich erschrecken. „Galopp neben einem Esel schaffe ich aber nicht lange“, sagt Herrmann lachend. Zu seinem Glück spazieren die Esel an diesem Nachmittag meist willig und gelassen mit ihnen durch die Natur.

Von Hannah Scheiwe

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