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Anschwimmen bei fünf Grad Wassertemperatur

200 Zuschauer trotz Dauerregen Anschwimmen bei fünf Grad Wassertemperatur

Kalt ist Kult: 34 Unerschrockene haben am gestrigen Dienstag mit einem kurzen Ausflug in den Seeburger See das neue Jahr begrüßt. Bei einer Wassertemperatur von fünf Grad hielten sich die abgehärteten Teilnehmer teils schwimmend, teils springend oder einfach nur still ausharrend rund zwei Minuten in dem Gewässer auf.

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Nach dem Startkommando: Einige der 32 Schwimmer springen, andere lassen sich in das fünf Grad kalte Wasser gleiten.

Quelle: Schauenberg

Seeburg. Etwa 200 Zuschauer verfolgten bei Dauerregen das alljährliche Anschwimmen der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) Eichsfeld.

Dicht gedrängt stand das Publikum auf dem Seesteg und am Ufer, als es vom Vorsitzenden Dieter Arend begrüßt wurde. Nach Arends Startkommando ließen sich die nur mit Badehose oder Badeanzug bekleideten Schwimmer nicht lange bitten. Von zwei vorgewärmten Zelten liefen sie schnurstracks auf den See zu.

Nach einem kurzen Zwischen-stopp an der durch Regen und Tauwetter überfluteten Uferkante sprangen die Unverzagten in das Nass oder ließen sich ganz langsam hineingleiten. Einige spritzten das Wasser wild um sich, besonders coole Mitwirkende tauchten sogar mehrmals mit dem ganzen Körper in den See, bevor es sie wieder an Land zog.

Kräftiger Beifall belohnte die furchtlosen Schwimmer. Durch den Applaus der begeisterten Zuschauer fühlten sie sich animiert, am hinteren Ende des Seestegs noch einmal in das Wasser zu springen und begleitet von einigen lauten Bravo-Rufen zum Ufer zurück zu schwimmen.
Für mehrere Teilnehmer war ihr Mitwirken am Anschwimmen eine Premiere. Dazu gehörte auch Seeburgs Bürgermeister Harald Finke (CDU). „Ein bisschen kalt, aber in Ordnung, es macht frisch“, lautete seine Erfahrung.

Ebenfalls zum ersten Mal  mit von der Partie war Heribert Lauer, der vor 30 Jahren aus München nach Ebergötzen gezogen war. „Ich habe im Fernsehen gesehen, wie die Menschen in Russland das Eis aufhacken und dann reinspringen“, berichtete Lauer von dem Impuls, der ihn zur Teilnahme animierte.

Das Gefühl im Wasser und an Land sei anders als er erwartet habe. „Es betäubt einen einfach, jetzt ist alles total warm“, schilderte der Anschwimmer. Er will auf jeden Fall noch einmal an dem kultigen Ereignis teilnehmen.  Allerdings sollten die Rahmenbedingungen dann deutlich winterlicher sein. Lauer: „Es muss Eis geben. So ist das ja läppisch.“

Von Axel Artmann

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