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Anspruchsvolle Sanierung und neue Technik

Lehrstellen zum Anlagemechaniker Anspruchsvolle Sanierung und neue Technik

Wer eine Ausbildungsstelle sucht, hat Chancen im Eichsfeld. Auf der Jungen Seite werden Handwerksbetriebe vorgestellt, die Ausbildungsplätze zu vergeben haben. Heute: Firma Holzapfel Haustechnik bildet Anlagemechaniker in Obernfeld aus.

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Ein neuer Abfluss wird im Altbau verlegt: Azubi Nicolas Maretschke erledigt viele Arbeiten schon selbstständig.

Quelle: Pförtner

Bei der Kernsanierung des Altbaus in der Obernfelder Dorfmitte staubt es. Nicolas Maretschke ist dabei, einen Abfluss zu verlegen. Er ist im zweiten Lehrjahr zum Anlagemechaniker und erledigt einige Arbeiten bereits selbstständig. „Ich habe hier in der Firma ein Praktikum gemacht. Die Arbeit hat mir Spaß gemacht, deshalb habe ich mich um eine Ausbildungsstelle beworben“, nennt er den Grund für seine Berufswahl. Schon während des Praktikums waren Seniorchef Reinhard Holzapfel und Juniorchef Michael Holzapfel sehr zufrieden mit der Arbeit von Nico – wie der Azubi hier unter Kollegen genannt wird. So konnte Nico im Sommer nach dem Praktikum gleich ein paar Wochen als Ferienjobber anhängen.

„Ein Anlagemechaniker muss rechnen und schreiben können, und er muss bei Kunden und Kollegen freundlich auftreten“, sagt der Senior. Er und sein Sohn Michael haben beide den Meisterbrief in der Tasche, nehmen aber weiterhin an Fortbildungen und Seminaren teil. „Die Technik entwickelt sich ständig, da muss man am Ball bleiben“, weiß der Junior. Seine Mutter Hildegard ist im Familienbetrieb für die Büroarbeit zuständig, und knapp zehn Mitarbeiter sind auf den verschiedenen Baustellen unterwegs. Als Anlagemechaniker habe man sehr unterschiedliche Aufgaben, daher sei handwerkliches Geschick unablässlich, sagt Michael Holzapfel. „Wenn wir Solaranlagen installieren, fließen Arbeiten aus dem Dachdecker-Bereich mit ein. Manchmal muss man Löcher in der Wand zumauern und verspachteln, und man arbeitet mit verschiedenen Metallen, die gelötet oder gepresst werden. Dazu kommt die Verlegung von Rohren und Anschlüssen für Wasser und Heizung“, gibt er einen kurzen Überblick. Auch die Arbeitsplätze seien vielfältig, von Neubauten und öffentlichen Einrichtungen bis hin zur Altbausanierung sei alles dabei, so der Junior.

Letzteres sei allerdings ein Schwerpunkt der Firma. „Eine Sanierung ist anspruchsvoller als die Techniken im Neubau. Im Altbau steht man ständig vor neuen Aufgaben, für die man selber eine Lösung finden muss. Da passen oft keine Normgrößen, und es sind eigene Idee gefragt“, beschreibt er den Reiz der Kreativität im Handwerk.

Die Ausbildung umfasst dreieinhalb Jahre, wobei die Theorie an den Berufsbildenden Schulen im Blockunterricht gelehrt wird und überregionale Lehrgänge bei der Handwerkskammer in Hildesheim absolviert werden.

Der Seniorchef betont die guten Chancen im Beruf, da zur Zeit ein Fachkräftemangel an Anlagemechanikern herrsche. „Wer bei uns ausgebildet wird, den übernehmen wir später auch gern als Gesellen“, sagt Reinhard Holzapfel. Ein Praktikum vor der Ausbildung sei wünschenswert, weil sich hier sowohl der Bewerber als auch die Ausbilder einen Überblick verschaffen könnten.

„Ein guter Hauptschulabschluss reicht für eine Bewerbung. Wichtig sind außerdem Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit und Sauberkeit“, so der Senior. Auch wenn es auf der Arbeit manchmal staubig sei oder die Arbeitskleidung nach einer Ölwartung dementsprechend aussehe, müsse man beim nächsten Kunden darauf achten, den Dreck nicht mitzubringen und die Baustelle sauber zu hinterlassen.

Und teamfähig sollte ein Bewerber sein, ergänzt der Juniorchef. „Wenn man acht Stunden am Tag und 40 Stunden in der Woche gemeinsam auf dem Bau ist, sieht man die Kollegen mehr als die Freundin. Dann muss das auch menschlich passen“, sagt Michael Holzapfel und scherzt beim Gang durch den entkernten Altbau mit den Kollegen.

Bei weiteren Fragen zu den Ausbildungsplätzen helfen auch die Ansprechpartner der Agentur für Arbeit. Für den Bereich Duderstadt sind hier Katrin Bittenbinder (Telefon 0 55 27/ 98 08 12) und Josef Otto (Telefon 0 55 27/ 98 08 27) zu erreichen.

Von Claudia Nachtwey

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