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Atomausstieg an der Basis

Grüne reagieren prompt Atomausstieg an der Basis

Die Katastrophe in Japan strahlt bis auf die Duderstädter Kommunalpolitik ab. Vor dem Hintergrund der Ereignisse in Fukushima drängt der grüne Ratsherr Hans-Georg Schwedhelm, auch durch kommunales Handeln den Atomausstieg zu beschleunigen und eine Spendenaktion für die Menschen in Japan zu initiieren.

Kurzfristig haben die Grünen außerdem eine Infoveranstaltung organisiert: Der atomkritische Wissenschaftler Rolf Bertram, der Professor an der Technischen Universität in Braunschweig war, spricht am Mittwoch, 16. März, um 20 Uhr in der Kreisvolkshochschule in der Duderstädter Marktstraße über die Atomkatastrophe in Japan.

In einem Antrag zur Stadtratssitzung am 31. März fordert Schwedhelm von dem kommunalen Unternehmen EWB (Eichsfelder Wirtschaftsbetriebe) ein Konzept zum schnellstmöglichen Ausstieg aus der Versorgung der Bevölkerung mit Atomstrom und Ersatz durch Strom aus regenerativen und – falls möglich – lokalen Quellen. Die EWB-Tochter EEW (Eichsfelder Energie- und Wasserversorgung) solle sofort eine Kampagne für ihren Ökostromtarif durchführen, der begrüßenswerten Potenzialanalyse für regenerative Energiequellen im Bereich der Stadt sollten noch in dieser Wahlperiode konkrete Handlungsschritte folgen. Die Möglichkeit von Blockheizkraftwerken sollte verstärkt geprüft werden, der Stadtrat als politisches Ziel erklären, bis 2025 den gesamten Stromverbrauch im Stadtgebiet auf regenerative Energiequellen umzustellen. Eine Ergänzung der Vorschläge wünscht sich Schwedhelm neben der Verwaltung durch die anderen Fraktionen.

Durch eine Spendenaktion, zu der die Stadt aufrufen solle, könnte ein Hilfsprojekt in Japan finanziert werden, meint Schwedhelm. Das gemeinsame Vorgehen und die Auswahl des Projektes sollte beispielsweise mit dem Roten Kreuz oder der Firma Otto Bock abgestimmt werden.
Die Unternehmensgruppe Otto Bock unterhält in Tokio eine Vertriebsgesellschaft. Noch gebe es keine Signale von den Kollegen in Japan für Handlungsmöglichkeiten, teilt Unternehmenssprecher Dirk Artmann mit, der „zutiefst betroffen“ von der Katastrophe ist: „Wir sondieren noch die nach wie vor unübersichtliche Situation.“

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